1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile

Düsseldorf: Hochwasserschutz für den Norden

Düsseldorf : Hochwasserschutz für den Norden

Im Norden sind Deichsanierungen geplant, denn wenn der Rhein über das Ufer tritt, kann es gefährlich werden.

Weite Teile der Stadtteile Lohausen, Kaiserswerth und Wittlaer grenzen unmittelbar an den Rhein. Zum Hochwasserschutz wurden hier Deiche errichtet, die teilweise mehr als 100 Jahre alt sind.

Dennoch sind im Stadtbezirk 5 zurzeit keine akut gefährdeten Deiche vorhanden, die eine kurzfristige Sanierung benötigen. Das teilte die Verwaltung auf Anfrage der Lokalpolitiker in der Bezirksvertretung 5 mit. Gleichzeitig gab sie bekannt, welche Maßnahmen im Stadtnorden zur Verbesserung des Hochwasserschutzes anstehen.

Beim Deich in Lohausen war man bisher davon ausgegangen, dass bei der geplanten Sanierung die Baumallee auf der Deichkrone ersatzlos entfallen muss, da Bäume die Standfestigkeit vermindern. Eine neue Studie hat aber eine neue Gestaltung des Rheinvorlandes angeregt. Dabei wird der Bereich zwischen Rhein und Deich abgesenkt und das gewonnene Bodenmaterial zur Verbreiterung des Walls verwendet. Dieser ist dadurch so breit, dass dort eine neue Baumreihe gepflanzt werden könnte. Eine Machbarkeitsstudie soll nun zeigen, ob dieses Verfahren in Lohausen möglich ist. Mit Ergebnissen wird Ende 2013 gerechnet. Danach könnten die Planungen aufgenommen werden.

  • Der Zaun wurde repariert, nun ist
    Anwohner wenden sich an die Politik : Lineg sperrt Trampelpfad in Birten
  • Die Deichstraße in Stürzelberg sorgt für
    Zentrum fordert Kompromiss : Deichstraße in Stürzelberg sorgt weiter für Diskussionen
  • In einem Impfausweis ist der Eintrag
    Impfungen : Strengere Regeln gegen falsche Corona-Impfnachweise geplant
  • Uwe Schummer (CDU) hat sich für
    Gemeinde Schwalmtal : 300.000 Euro für Kirchendenkmal in Hostert
  • Der „Erftdom“ muss aufwendig saniert werden.
    Denkmalschutz in Grevenbroich : Bund fördert Sanierung des „Doms an der Erft“
  • Hier ist kein Durchkommen: Die hölzerne
    14 Meter hohes Konstrukt in Grevenbroich : Holzbrücke über der Kohlebahn soll repariert werden

In Wittlaer werden gemeinsam mit der Stadt Duisburg mehrere hundert Meter Deich saniert. Hier ist die Errichtung einer Hochwasserschutzwand zur Wasserseite hin geplant. Dabei wird die Deichkrone, über die bisher ein Trampelpfad führte, für die Öffentlichkeit gesperrt. Dafür ist geplant, für Spaziergänger entlang des Deiches einen Weg einzurichten. Die Zustimmung der Grundstückseigentümer liegt hierfür vor.

Vor zwei Jahren wurden bereits Rodungsarbeiten durchgeführt und inzwischen auch das Gebiet sondiert, um Kampfmittel aufzuspüren. Der Beginn der Sanierungsarbeiten soll im Herbst sein. Im Moment wird ein Verkehrsknotenpunkt auf Duisburger Stadtgebiet an der B288 gebaut, um von dort aus eine Baustellenzufahrt einzurichten. In Kaiserswerth wurden bereits rund 650 Meter Deich entlang des Herbert-Eulenberg-Weges saniert.

Mit welchen Verfahren das Bauwerk an der Burgallee instand gesetzt werden soll, wird zurzeit geprüft. So möchte man hier gerne die Allee aus alten Linden auf der Deichkrone erhalten. Diese erfreut nicht nur viele Spaziergänger, sondern wird zudem von der Unteren Landschaftsbehörde als Naturdenkmal eingestuft.

Versucht werden soll deshalb, den Deich durch eine Spundwand zu stabilisieren, die zwischen die beiden Baumreihen eingelassen wird. Allerdings ist das Verfahren sehr schwierig, da die Bäume nur wenig Platz für die Arbeiten lassen. Außerdem besteht der Deich aus einem schwierigen Untergrund, der in der Tiefe Mörtel aufweist und Mauerreste der Kaiserpfalz enthält.

Deshalb werden nun weitere Kernbohrungen und geophysikalische Untersuchungen durchgeführt, um unterirdische Ruinen, welche die Spundwand behindern könnten, möglichst genau zu orten. Erst danach kann entschieden werden, ob das Verfahren an dieser Stelle durchführbar ist und wie hoch die Kosten dafür sein werden. Zwar gewährt das Land dafür Zuschüsse, diese wurden aber zum Ärger der betroffenen Kommunen jüngst alleine für das Jahr 2013 um 10 Millionen Euro gekürzt.

(RP)