Himmelgeist : Wie aus Müll Kunst werden kann

Nicole Bader rief zum ersten "Trash Totem Project" in Alt-Himmelgeist auf.

Eigentlich ist es schön am Himmelgeister Strand. Doch entlang des Rheinufers lassen sich, neben Muscheln und Stöcken, noch ganz andere Dinge im Sand finden. Ob Plastikreste, alte Kleidung oder auch Autoreifen, Müll gibt es reichlich.

Das fiel auch Nicole Bader auf, als sie vor zwei Wochen zusammen mit einem Freund am Rhein spazieren ging. Aber anstatt den Müll einfach liegen zu lassen, hatten sie eine viel bessere Idee. Sie bauten ein "Trash Totem".

Doch die skurrilen Skulpturen sollen nicht nur gut aussehen, sie sollen die Menschen auch auf etwas aufmerksam machen. "Sie zeigen, wie viel Müll wir eigentlich produzieren und liegen lassen. Man sollte in der Lage sein, seinen Abfall selbstständig zu entsorgen", sagt Nicole Bader.

Aus diesem Grund hatte sie am Freitagnachmittag zum ersten "Trash Totem Project" aufgerufen. Und obwohl die großen Massen an diesem Tag ausblieben, ist sie zufrieden. "Es ist egal, ob drei oder dreißig Leute kommen. Ich mache das für mich, um etwas zu bewirken. Jeder kann Verantwortung für seinen Müll übernehmen, egal wo man ist", erklärt die Mönchengladbacherin.

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Auch ihre Freundin Katja Vaders war an diesem Nachmittag gekommen. Gemeinsam mit ihren Söhnen machten sich die Frauen auf die Suche nach neuem Müll für ihr Totem. Dass ihre Kinder dabei sind, war für beide besonders wichtig. "Natürlich ist es auch ein persönliches Anliegen für mich. Ich finde das Projekt toll. Ich möchte aber auch ein Vorbild für meinen Sohn sein", sagt Katja Vaders, die einen Teil ihre Jugend am Himmelgeister Strand verbracht hat.

Am Ende des Tages ziert dann ein neues Trash Totem das Rheinufer in Alt-Himmelgeist. Auch in Zukunft möchte Nicole Bader in dieser Richtung aktiv bleiben: "In zwei Wochen will ich wieder los. Ich hoffe, dass die Totems eine Inspiration sind, um selber tätig zu werden. Genug Müll gibt es ja."

(RP)