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Himmelgeist: Über 700 Teilnehmer beim 12. Jüchtlauf

Himmelgeist : Über 700 Teilnehmer beim 12. Jüchtlauf

Der Lauf durch das Himmelgeister Naturschutzgebiet wird immer beliebter. Veranstaltet wird er vom Verein "Himmelgeist 1100".

Den Staffelstab holte sich Familie Simaifar schon einige Minuten vor dem Startschuss ab. "Vielleicht sollten wir die Stabübergabe noch kurz üben", schlug Vater Kurosh vor. "Ich glaube, das ist gar nicht so einfach." Denn Übung hatte die Familie darin noch nicht. Die drei haben sich das erste Mal für den Jüchtlauf angemeldet. Auslöser war vor allem der laufbegeisterte Sohn Vincent.

Vor einigen Wochen ist der Siebenjährige erfolgreich einen Kilometer beim Brückenlauf gerannt; der Opa - der aus Himmelgeist kommt - hat ihm dann vom Lauf in der Jücht erzählt. Vincent war sofort Feuer und Flamme, doch er suchte eine neue Herausforderung.

"Er wollte mal etwas länger laufen als den einen Kilometer beim Bambinilauf. Deswegen habe ich mich bei der Anmeldung kurzerhand dafür entschieden, dass wir als Familie beim Staffellauf mitmachen. Drei Leute, jeder 1,8 Kilometer", erzählte Mutter Anke. Ihnen geht es vor allem um den Spaß an der Sache. "Wir wissen, dass wir nicht gewinnen werden", sagte sie lachend. "Aber Letzte wollen wir auch nicht werden."

Die Familie Simaifar stellte drei von mehr als 700 Läufern, die dieses Jahr beim Himmelgeister Jüchtlauf an den Start gegangen sind. Zum 12. Mal veranstaltete der Verein "Himmelgeist 1100" den Lauf durch das Naturschutzgebiet am Rhein - und die Anmeldezahlen steigen inzwischen stetig. "Das ist auf jeden Fall ein neuer Teilnehmerrekord. Vor einigen Jahren hatten wir insgesamt 200 Anmeldungen, jetzt sind es rund 200 allein bei den Bambinis", freute sich Mit-Organisator Stephan Vaupel. "Es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir eine tolle Strecke durch eine schöne Landschaft haben."

Außerdem ist für jeden etwas dabei: Die Kinder können nach Altersklassen sortiert starten, die Erwachsenen zwischen einer 5,4 und zehn Kilometer langen Laufstrecke wählen. Wer mit Familien, Freunden oder Kollegen im Team antreten will, meldet sich hingegen für den Staffellauf an.

Wer wollte, konnte sich gestern aber auch ganz ohne Laufen einen schönen Tag rund um die Nikolauskirche machen, denn schließlich ist der Jüchtlauf auch ein Familienfest. Die Kinder jonglierten und spielten im Pfarrgarten und die Nachbarschaft steuerte jede Menge selbstgebackene Kuchen für die Besucher bei. Für alle Mütter gab es zum Muttertag eine rote Rose.

Für Anke Simaifar war dies einmal ein ganz anderer Muttertag: Sonst geht die Familie zusammen Essen, nun gingen sie gemeinsam Laufen - kräftig angefeuert von den Großeltern. Vincent legte ordentlich los und schaffte 1,8 Kilometer in unter achteinhalb Minuten. Ein Tempo, das die Eltern kaum halten konnten. Ihr Ziel, nicht Letzte zu werden, hat die Familie trotzdem locker erreicht. "Wir wollen auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei sein. Auch wenn ich jetzt noch viel trainieren muss, damit meine Zeit besser wird", sagte Mutter Anke. Der Jüchtlauf hat wieder neue Fans gewonnen.

(arm)