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Düsseldorf-Himmelgeist: Umweltverband klagt gegen den Deichbau-Beschluss

BUND will weiter Rückverlegung der Deichtrasse : Umweltverband klagt gegen den Deichbau-Beschluss

Die von den Umweltverbänden BUND und Nabu gestartete Online-Petition für die Rückverlegung der Deichtrasse in Himmelgeist hat inzwischen über 1200 Unterstützer. Der BUND klagt jetzt auch gegen den Planfeststellungsbeschluss.

(rö) Parallel zu einer Online-Petition, die die Rückverlegung des neu zu bauenden Himmelgeister Deiches fordert, hat der Umweltverband BUND beim Oberverwaltungsgericht Münster Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Himmelgeister Rheinbogen eingelegt. Dieser war Ende Mai von der Bezirksregierung Düsseldorf erlassen worden und sieht die Sanierung des etwa 1900 Meter langen Deichs auf der vorhandenen Trasse vor. Damit, so der Umweltverband, würde die Chance zur Schaffung neuer Hochwasserrückhalteflächen verworfen. Zudem sei der Wildbienen-Bestand bedroht, sagt der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht: Die einmalige Chance zur Schaffung von großflächigen Auenflächen in Himmelgeist zur ökologischen Verbesserung des Ökosystems Rhein dürfe nicht vertan werden.

Der Deich bietet laut BUND Lebensraum für 79 Wildbienen-Arten, von denen etliche als bestandsgefährdet gelten. „Würde der Damm abgetragen und neu aufgeschichtet, wären die Populationen der dort siedelnden Arten ausgelöscht.“ Das habe ein vom BUND und der Biologischen Station Haus Bürgel beauftragtes Gutachten gezeigt. Angesichts des dramatischen Artenrückgangs insbesondere auch bei Insekten sei ein solcher Radikaleingriff nicht hinnehmbar, sagt Michael Süßer, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Düsseldorf.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss kann die Stadt nun weiter planen: Die Ausführungsplanung sowie die Vorbereitung der Bauvergabe ist für 2021/2022 vorgesehen.