Düsseldorf-Himmelgeist: Grenadiere feiern Schützenfest in neuen Uniformen

Düsseldorf-Himmelgeist : Neue Uniformen für das Schützenfest

Die Grenadiere präsentierten ihre neue Uniform. Beim Herbert-Hermanns-Lauf kamen 2500 Euro zusammen.

Auf ein ereignisreiches und schönes Wochenende konnten sich die Himmelgeister bei ihrem Schützenfest freuen. Das startete traditionell am Samstag mit dem Herbert-Hermanns-Lauf unter dem Motto „Athleten mit Herz“. Dank der Startgelder von 110 Läufern und weiteren Spenden kamen zugunsten der Kinderkrebsklinik 2500 Euro zusammen.

Der Sonntagmorgen begann dann mit der Kirchenparade. Anschließend feierte Pfarrer Frank Heidkamp, auch Präses der Schützenbruderschaft, mit den Schützen und ihren Familien unter musikalischer Begleitung durch die Band Neue Wege die heilige Messe im Festzelt. Bei der großen Parade auf der Steinkaul verfolgten viele junge und alte Himmelgeister den Aufmarsch. Michael und Simone Bergmann genossen ihren Auftritt als Regimentskaiserpaar. Nicht nur sie, auch die Grenadierkompanie hatte sich dieses Mal noch ein bisschen mehr als sonst auf dieses Ereignis gefreut. Denn die 20- bis 25-jährigen Mitglieder waren seit einiger Zeit den Jung-Grenadieren entwachsen. Zeit für eine neue Uniform. Deren Gestaltung hatten sie selbst in die Hand genommen, nahmen sich die Uniformen der „alten“ Grenadiere zwar zum Vorbild, passten die Gestaltung aber ihren eigenen Wünschen und Vorlieben an. Daniel Goschmer übernahm die Entwicklung der neuen Tracht federführend.

Gemeinsam mit einer Schneiderei in Oberbilk entwickelte er das neue Modell und stellte es Stück für Stück seinen Kameraden vor und entschied gemeinsam mit ihnen über alle Änderungen. Sie behielten die Form der ursprünglichen Uniform bei und auch bei der Auswahl der Farben orientierten sie sich daran. Aus dem ehemals hellen Grau der Hosen wurde ein modernes Anthrazit, das Blau der Jacke erscheint ein wenig dunkler als zuvor und auf einige der roten Verzierungen verzichtete man. Als Nachfolger-Kompanie der alten Grenadiere wollten sie sich nicht zu weit von der Tradition entfernen, aber trotzdem ihre eigenen Wünsche einbringen. Weil die jüngeren Grenadiere gegen Ende der Parade liefen, waren sie nicht zu übersehen, da sie mit den übrigen Grenadieren die einzigen in Blau sind.

Auch Christian Stoffels ist mehr als zufrieden mit der neuen Uniform. Der 23-Jährige wurde, wie er selber sagt, in das Schützentum hineingeboren. Sein Großvater, sein Onkel und auch sein Vater, sie alle waren Schützen in der Himmelgeister Bruderschaft. Für ihn und Daniel Goschner ist das jährliche Schützenfest eine Möglichkeit, Freunde wiederzusehen und einige Tage gemeinsam zu feiern. Die neuen Uniformen präsentierten sie am Samstagabend der gesamten Bruderschaft. Beim Prinzenschießen am Sonntagabend kamen die Uniformen dann nochmal so richtig zum Einsatz. Unter allen Junggrenadieren setzte sich am Ende Phil Korte durch. Für ihn ist es die zweite Prinzenehre, nachdem er bereits Pagenprinz war.

Das Himmelgeister Schützenfest trägt nicht umsonst den Beinamen „kleinste Kirmes am Rhein“. Kurz vor den Rheinwiesen finden sich nur einige Kirmesstände sowie das große Schützenzelt. Trotzdem gehört das Fest zu einem der schönsten in Düsseldorf, nicht zuletzt dank der Lage, direkt an den Rheinwiesen.

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