Düsseldorf-Himmelgeist: Advent, Advent, der Nikolaus rennt

Himmelgeist : Advent, Advent, der Nikolaus rennt

Am Samstag fand der 3. Nikolauf der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen statt. Um 15 Uhr gab der Nikolaus persönlich den Startschuss für rund 130 Läuferinnen und Läufer. Natürlich kann man zum Nikolausfest seine Schuhe rausstellen und darauf warten, dass der heilige Nikolaus etwas Gutes hineintut.

Noch viel besser ist es aber, die Schuhe anzuziehen und selbst etwas Gutes zu tun. Das ließen sich die Nikolauf-Teilnehmer nicht zweimal sagen. Mit Hanteln, Trinkflaschen, Kind, Hund und jeder Menge Nikolausmützen ging es rund 6,4 Kilometer um den Himmelgeister Rheinbogen.

Die Idee zum Nikolauf entstand bei einer Laufrunde zwischen dem Pastoralreferent der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen Martin Kürble und Prasad Oommen, Oberarzt der Kinder- und Jugend-Rheumatologie am UKD. „Wir bewegen uns gerne, und wenn wir damit Kindern und Jugendlichen, die sich nur unter Schmerzen bewegen können, helfen und Gutes tun können, dann ist das ganz im Sinne des heiligen Nikolaus“, sagt Martin Kürble. Sechs Euro kostete die Teilnahme am Nikolauf für Erwachsene, ein Euro für Kinder, Namenstagskinder laufen umsonst mit.

Die Spenden fließen komplett in die einmal jährlich im Schloss Mickeln stattfindende Infoveranstaltung der Rheumatologie. Dort erhalten Familien und Betroffene Informationen zum Umgang mit der Rheuma-Krankheit, über Reha, Medikamente und Ernährung. „Es ist ein Selbsthilfeangebot“ betont Oommen, „wir freuen uns sehr, die etwas abseits stehenden Patienten in den Fokus rücken zu können. Vielen ist nicht klar, dass auch schon zweijährige Kinder Rheuma haben können.“

Die meisten Teilnehmer des Nikolaufs sind passionierte Läufer, die zwei bis fünf Mal die Woche unterwegs sind. „Düsseldorf hat eine große Läuferfamilie, die man irgendwie immer überall wiedertrifft, der Lauf hier ist quasi der Jahresabschluss in familiärer Atmosphäre. Hier wird auch mal gequatscht, was bei einem Zeitlauf ja nicht möglich wäre“, so Kürble. Zu der Familie gehören auch Monika Terasa aus Unterrath und Kerstin Koester aus Gerresheim.

„Der Nikolauf ist eine tolle Sache. Die Strecke ist wunderbar nah, es ist ein großes Miteinander. Ich bin bei Weitem nicht so aufgeregt wie vor Zeitläufen“, sagt Monika Terasa. Nach dem Lauf folgte das gemütliche Beisammensein bei Keksen, Obst und Kuchen und einer kleinen Tombola.