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Himmelgeist: Bläser aus Wersten spielen in Himmelgeist

Himmelgeist : Bläser aus Wersten spielen in Himmelgeist

Das Kurrendeblasen ist seit 50 Jahren Tradition. An drei Stationen wird Halt gemacht.

Wird etwas zum zweiten Mal wiederholt, ist es im Rheinland schon eine Tradition. Findet es bereits seit 50 Jahren statt, ist es eine feste Institution - so wie das Kurrendeblasen in Himmelgeist. An jedem ersten Weihnachtsfeiertag zieht eine Gruppe von rund zehn Bläsern der Stephanus-Gemeinde aus Wersten durch den Stadtteil und macht an verschiedenen Stationen Halt, um Weihnachtslieder zu spielen.

"Seit längerem haben sich feste Stationen etabliert und jede wird durch einen oder mehrere Anwohner betreut", sagt Klaus Geller, der sich seit knapp 20 Jahren mit seiner Frau Ute um die letzte Station an der Nikolausstraße 45a kümmert. "Wir führen selbst eine ökumenische Ehe und finden es toll, diesen alten Brauch zu unterstützen, der die Menschen mittlerweile konfessionsübergreifend verbindet", erklärt Geller.

Wie an den anderen beiden Stationen - am Scheitenweg und in der Maikammer - sorgen auch die Eheleute Geller dafür, dass die Bläser etwas zu trinken und Plätzchen zur Stärkung bekommen. "Da wir der letzte Haltepunkt sind, hat es sich bei uns etabliert, dass es Sekt anstelle von Glühwein gibt", sagt Geller. Für die durchgefrorenen Musiker haben die Geller den ein oder anderen Schnaps parat, der von innen wärmt.

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Ursprünglich besuchten die Kurrendebläser aus Wersten die wenigen protestantische Familien in Himmelgeist und brachten ihnen den Weihnachtssegen. Mit den Jahren hat sich der Brauch etwas gewandelt. "Statt einzelne Häuser zu besuchen, haben wir die festen Stationen. Die Himmelgeister ziehen teilweise mit uns mit", sagt Angela Fiege, die bereits seit 25 Jahren mit ihrer Trompete bei den Kurrendebläsern spielt. Eine von den rund 50 Anwohnern, die an der Nikolausstraße Weihnachtslieder wie "Gloria" und "Der Heiland ist geboren" singen, ist Brigitte Balacescu. "Die erste Station habe ich dieses Mal verpasst, aber seit Maikammer gehe ich mit", sagt Balacescu, die seit rund zehn Jahren regelmäßig dabei ist. "Es ist einfach eine schöne Tradition zu Weihnachten."

(msu)