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Grafenberg: Herren 65 werden Tennis-Europameister

Grafenberg : Herren 65 werden Tennis-Europameister

Die Mannschaft des DSD setzt sich an der Costa Blanca gegen Faustina aus Italien mit Weltmeister Camina Borda durch.

Sie haben es schon wieder getan. Die Tennisherren 65 des DSD haben den nächsten Titel ihrer langen Erfolgsliste hinzugefügt. In beeindruckender Manier verteidigte die Mannschaft von Kapitän Georg Gogolin den Status als Mannschaftseuropameister.

Das Team von der Altenbergstraße durfte einmal mehr jubeln. In den vergangenen Jahren hatte die Mannschaft bereits bei Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften reihenweise abgeräumt. Diesmal triumphierten die Grafenberger im spanischen La Manga an der Costa Blanca. Dort verteidigte der DSD den EM-Titel.

Und auch im kommenden Jahr sind die Rot-Schwarzen wieder ein Kandidat für die Krone Europas. Schließlich ist die Mannschaft als amtierender Deutscher Titelträger auch für die kommende Europameisterschaft qualifiziert.

In diesem Jahr setzte sich der DSD gegen insgesamt acht Konkurrenten durch. In der Gruppenphase traf Gogolins Team auf den belgischen Vertreter Klub Amicale und den spanischen Verein La Salut. Für die Düsseldorfer Titelverteidiger waren die Partien gegen diese Gegner nicht mehr als ein lockerer Aufgalopp ins Turnier. Schließlich gelangen jeweils zwei glatte 5:0-Siege.

Für die darauffolgenden Partien hatte der DSD mit deutlich mehr Gegenwehr gerechnet. Einige Mannschaften wie die Schweizer aus Belvoir oder Mitfavorit Faustina aus Italien mit Einzelweltmeister Jorge Camina Borda als Spitzenspieler hatten die Grafenberger mit auf dem Zettel der ärgsten Konkurrenten. Letztlich erwiesen sich auch diese Gegner aber nicht als stark genug, um den DSD vom Erfolgsweg abzubringen.

Belvoir bezwangen die Deutschen dank einer konzentrierten Leistung mit 4:1. Doch auch Faustina setzte sich glatt gegen die Schweizer durch, so dass es zum erwarteten Finalspiel zwischen dem DSD und den Italienern kam. Das letzte Gruppenspiel der Finalrunde wurde also tatsächlich zu einem echten Endspiel.

Es entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, geprägt von Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Der DSD ging früh in Führung. Zwei der drei Einzel gingen an den Titelverteidiger. Konzentriert hatte sich das Team von der Altenbergstraße einen Vorteil erarbeitet. Ein Punkt fehlte aus den verbleibenden zwei Doppeln, um sich endgültig durchzusetzen. Doch Faustina trumpfte noch einmal auf und glich erst einmal aus.

Das letzte Doppel wurde also zum entscheidenden Zünglein an der Waage. Am Ende des Entscheidungsspiels aber jubelte der DSD. Spieler, Fans und alle Mitgereiste lagen sich in den Armen. Die Düsseldorfer hatten im Championship-Tiebreak, dem alles entscheidenden dritten Satz, mit 10:8 die Oberhand behalten.

Knapper hätte der Titelgewinn nicht erreicht werden können. Der Triumph an der Costa Blanca war beeindruckend, denn die Ü65-Seriensieger hatten in Spanien mit hohen Temperaturen zu kämpfen.

(RP)