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Grafenberg: Hermann Harry Schmitz im Pop-Art-Stil gemalt

Grafenberg : Hermann Harry Schmitz im Pop-Art-Stil gemalt

Zum 100. Todestag von Hermann Harry Schmitz beschäftigten sich Schüler mit dem Satiriker. Im Uhrenturm stellen sie ihre Werke aus.

Er ist wohl eine der rätselhaftesten Düsseldorfer Persönlichkeiten: Hermann Harry Schmitz – Satiriker, Vortragskünstler und Essayist. Zum 100. Todestag des Schriftstellers beschäftigten sich jetzt Schüler des Hermann-Harry-Schmitz-Weiterbildungskollegs mit ihrem prominenten Namensgeber. Sie gestalteten Pop-Art-Bilder und brachten die Figuren aus Schmitz' Geschichten aufs Papier.

Die Ergebnisse sind jetzt unter dem Titel "Pop-Star HHS und seine Protagonisten" im Uhrenturm an der Grafenberger Allee zu sehen – seines Zeichens Heimat der Hermann-Harry-Schmitz-Societät, die das Andenken des Künstlers aufrecht erhält. "Außer, dass in diesem Jahr der 100. Todestag von Hermann Harry Schmitz ist, feiert unsere Schule ihr 50-jähriges Bestehen. Und da unser Namensgeber immer sehr präsent ist, wollten wir uns mit ihm näher beschäftigen", sagt Jürgen Thielmann, Kunstlehrer an dem Weiterbildungskolleg. Sowohl die Schüler des dritten als auch die des vierten Semesters setzten sich deshalb künstlerisch mit dem Satiriker auseinander.

Entstanden sind zwei Bilderstrecken: Unter dem Titel "Pop-Star HHS" entwarfen die Schüler des dritten Semesters Pop-Art-Porträts von Hermann-Harry-Schmitz im Stil von Andy Warhol. Die Schüler des vierten Semesters malten Bilder der Protagonisten aus Schmitz' Werken und zeigen sie unter dem Titel "Vater Bender und andere Chaoten".

"Bevor die Schüler mit ihrer Arbeit anfingen, haben wir uns jedoch mit Hermann Harry Schmitz auseinandergesetzt und einige seiner Geschichten gelesen", erklärt Jürgen Thielmann. Und das hat die Projektteilnehmer ganz schön beeindruckt. "Ich kannte Hermann Harry Schmitz vorher nicht und finde, er war wirklich eine sehr interessante Persönlichkeit", sagt Hanna Atlasman-Stepanova. Die 18-Jährige ist dritten Semester des Weiterbildungskollegs und wirkte am Pop-Art-Projekt mit. Dazu sprühten die Schüler mit Hilfe von Schablonen das Konterfei des Satirikers mit bunter Farbe auf Malpappe. Dass ihre Bilder nun in einem richtigen Museum ausgestellt werden, macht Atlasman-Stepanova stolz: "Die Arbeit hat total Spaß gemacht und ich hätte nicht gedacht, dass man es mit einem Schulprojekt so weit bringen kann."

Während die Pop-Art-Bilder allesamt Hermann Harry Schmitz persönlich zeigen, sind die Porträts seiner Protagonisten, die von den Schülern mit Acryl auf Malpappe gebracht wurden, unterschiedlich. Das Bild "Tante Dorchen Faßbender" zeigt zum Beispiel die gleichnamige Hauptperson aus Schmitz' Geschichte "Die Bluse". Darin verweilt Tante Dorchen auf der Suche nach einer passenden Bluse jahrelang in einem Kaufhaus, bis dieses zusammenbricht. Ihr Neffe, den sie mitgenommen hat, altert dabei immer weiter und ist auch in der Ausstellung dargestellt. Andere Bilder zeigen Figuren mit so schrägen Namen wie "Tante Rösele Blätterteig" oder "Fürst von Printe-Hefeteil-Hubbelrath".

Noch bis zum 4. November ist die Ausstellung zu sehen. Dann geht der Uhrenturm in Winterpause.

(lai)