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Stadtteiltreff in Düsseldorf Hellerhof wieder eröffnet

Leben in Düsseldorf Hellerhof : Es gibt wieder einen Stadtteiltreff

Das Team der Hellerhofer Jugendfreizeiteinrichtung St. Matthäus lädt einmal im Monat alle Generationen an die Frühstückstafel. Vor zwei Jahren war der regelmäßige Treff eingestellt worden, nun soll er wiederbelebt werden.

Eigentlich ist das Haus, das sich an der Bertha-von-Suttner-Straße am Ende eines Stichweges befindet, die von der Katholischen Jugendagentur getragene Jugendfreizeiteinrichtung St. Matthäus. Doch da der Stadtteil Hellerhof nun nicht eben mit Treffpunkten gesegnet ist, hat der pädagogische Einrichtungsleiter Christoph Meiser mit seinem Team den monatlich stattfindenden Stadtteiltreff wiederbelebt. Viele Jahre kümmerte sich der Hellerhofer Bürgerverein federführend um den Treff in der Jugendeinrichtung. Ziel war es, dass die Besucher miteinander ins Gespräch kommen sollen. Doch die Ehrenamtler wurden immer älter, so dass der Stadtteiltreff dann vor rund zwei Jahren einschlief.

Doch mit dem neuen Jahr haben sich Meiser und seine Kollegen überlegt, den Treffpunkt an einem Morgen im Monat mit Brötchen und Kaffee unter der Überschrift „Mehrgenerationen-Stadtteil-Treff“ wieder anzubieten. Und gleich beim zweiten Termin waren alle Stühle am großen Tisch besetzt. Durch die Räume sausten kleine Kinder auf Laufrädern, die älteren Gäste saßen zusammen und kamen bei einer Tasse Kaffee oder Tee miteinander ins Gespräch. „Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Resonanz. Es waren gut 20 Besucher da“, sagte Meiser. Der nächste Termin steht auch schon fest: Am Freitag, 27. März, von 10 bis 12 Uhr.

Statt feste Preise für das Frühstück anzusetzen, stand auf einem Tisch am Ausgang des großen Raumes ein Sparschwein. Meiser: „Jeder gibt, was er möchte. Wir möchten mit dem Angebot ja keinen Gewinn erwirtschaften, sondern nur die Kosten decken.“

Meiser würde sich wünschen, wenn aus dem Stadtteiltreff mehr entsteht. „Es wäre toll, wenn sich die Besucher für Projekte zusammenschlössen.“ Denn in Hellerhof gibt es nicht allzu viele Angebote. An diesem Punkt setzt auch der Hellerhofer Bürgerverein ein, den der neue Vorstand um Harald Mikat reaktiviert hat. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Christa Schmidt und Klaus Erkelenz stellt er sich bei der Jahresversammlung im März zur Wiederwahl. „Zwei Jahre würden wir es noch mal machen, dann müssen aber Jüngere ran“, sagte Mikat.

Zum jetzigen Zeitpunkt das Ehrenamt abgeben, würde nicht passen. Denn der Hellerhofer Bürgerverein hat viele Pläne. „Schauen Sie mal, es gibt in Hellerhof Kitas und eine Grundschul-Dependance“, erläuterte Mikat. Für eine immer älter werdende Gesellschaft gibt es hingegen nichts. Darum ist der Verein vor einem Jahr mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit gegangen, in Hellerhof eine Seniorenresidenz bauen zu wollen. Diese soll aber nicht nur Pflegeplätze bieten, sondern vor allem Wohnraum für Menschen, die nicht mehr alleine in zu groß gewordenen Häusern leben möchten, aber zu fit sind für ein Pflegeheim. „Wer wie wir seit 40 Jahren in Hellerhof lebt, will hier nicht weg. Wir denken, dass der Bedarf für 80 Plätze da ist“, sagte der Vorsitzende. Auch wenn es den Stadtteil weniger trifft als Garath – auch in Hellerhof sinken die Einwohnerzahlen. „Wir waren mal über 6200, jetzt sind wir rund 5800.“ Die Befürchtung: Wenn es weiter abwärts geht, dann gibt es bald Einschnitte in der Infrastruktur. Immerhin gibt es in Hellerhof anders als in den vier Garather Unterzentren noch ein funktionierendes Einkaufszentrum mit einer Aldi-Filiale und einem Edeka. Dem Vorstand des Bürgervereins schwebt ein Genossenschaftsmodell vor; doch richtig weitergekommen ist er bei seinen Bemühungen noch nicht.

Fest steht hingegen der Termin für das erste große Sommerfest: Es findet am 20. Juni vor der Willi-Fährmann-Schule statt. Von 12 bis 22 Uhr soll zusammen gefeiert werden. Außerdem plant der Bürgerverein einen Kulturtag. „Bei unserem Konzert im Johanneshaus zum Auftakt des Beethoven-Jahres hatten wir 150 Besucher. Das zeigt, dass die Hellerhofer an kulturellen Angeboten vor Ort interessiert sind“, sagte Harald Mikat. Wer weitere Ideen hat, kann ja einfach mal zwanglos beim Stadtteil-Treff vorbeischauen.