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Ehrliche Finderin gibt verlorene Weihnachtsgeschenke zurück

„Ein kleines Weihnachtswunder“ : Ehrliche Finderin gibt Geschenke zurück

Eine Frau hatte eine Tasche voller Geschenke am Bahnhof Hellerhof vergessen. Über das Internet konnte sie die Finderin kontaktieren – gestern fand die Übergabe der Geschenke statt.

Es ist eine der Geschichten, die nur das Internet schreiben kann, und eine Weihnachtszeit, die ohne die Sozialen Medien vermutlich nicht so schön verlaufen wäre, wie sie es ist. Am Heiligabend hatte eine Frau eine Tasche am Hellerhofer S-Bahnhof vergessen – darin unter anderem Geschenke für den Enkel, die noch am selben Abend hätten überreicht werden sollen. Dank einer ehrlichen Finderin und der Verbindung, die Facebook ermöglicht, gab es nun doch noch ein glückliches Ende.

Eine Nutzerin des Sozialen Nettwerks hatte ihren Fund nach den Weihnachtstagen – vorher war es wegen des Feiertagsstresses nicht möglich – in der Gruppe „Nett-Werk“ veröffentlicht. Das Nett-Werk ist eine offene Plattform für Düsseldorfer Bürger, wo unter anderem Verkäufe aus zweiter Hand getätigt, aber auch aktuelle Themen diskutiert, Ratschläge zu verschiedensten Problemen ausgetauscht und Kontakte geknüpft werden.

Die Finderin der Tasche erzählte hier am Dienstag ihre Geschichte und rief den Besitzer auf, sich zu melden. Um die Authentizität zu belegen, sollte dieser im Vorfeld eine Beschreibung der Tasche liefern können.

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Schon am Heiligabend hatte Nadine Horstick, die Tochter der Frau, die die Tasche am Bahnhof vergessen hatte, im Nett-Werk den Verlust vermeldet und gefragt, ob jemand die Tasche mit den Weihnachtsgeschenken gefunden hat. Der Verlust war der Familie erst bei der Bescherung unter dem Weihnachtsbaum aufgefallen – als sie kurz danach am Bahnhof nachgeschaut hatten, war die Tasche schon weg.

Mehrere Nutzer des Sozialen Netzwerks brachten im Laufe des Dienstags die beiden Posts miteinander in Verbindung, und die beiden Frauen stellten schließlich Kontakt her. Die Übergabe fand statt, und der Enkel konnte sich über eine verspätete Weihnachtsbescherung freuen. „Meine Mutter war richtig glücklich und aus dem Häuschen“, berichtet Horstick. „Es ist ein echtes kleines Weihnachtswunder und lässt mich wieder an die Menschen glauben.“ Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie ein Gegengeschenk für die Finderin organisiert. „So viel Ehrlichkeit muss belohnt werden“, findet Horstick. Und die Finderin dankt den aufmerksamen Nutzern von Facebook, die dafür gesorgt haben, dass die Übergabe am Mittwoch möglich wurde.

Zusammen wurden die beiden Beiträge im Nett-Werk mehr als 80-mal geteilt. Viele Menschen aus ganz Düsseldorf verfolgten so die Suche nach den verlorenen Weihnachtsgeschenken, nahmen Anteil und äußerten schließlich ihre Freude über den glücklichen Ausgang. „Super, dass die Geschenke nun dort sind, wo sie hingehören und sie nicht einfach wortlos behalten wurden. Respekt. Es gibt nur noch wenige, die das so gemacht hätten“, heißt es in einem Kommentar. Und eine andere Userin schreibt „Wie toll... ein kleines verspätetes Weihnachtswunder!“