Düsseldorf-Hellerhof: Felix Göhl reist mit dem Rucksack bis nach Kolumbien

Düsseldorf-Hellerhof : Mit dem Rucksack bis nach Kolumbien

Der 20-jährige Student aus Hellerhof verbrachte ein Semester in Costa Rica und reiste in die Nachbarländer.

Fremde Länder kennenlernen – davon hat Felix Göhl immer schon geträumt. Und ein großes Stück seines Traums ist für den 20-jährigen Hellerhofer soeben in Erfüllung gegangen. Costa Rica, Panama und Kolumbien hat der Studierende der Fachrichtung International Business an der Fontys University in Venlo/Niederlande bereist. „Ein Auslandssemester gehört als verbindlicher Teil zum Studium“, erläutert Göhl, der sein Abi 2016 am Benrather Annette-Gymnasium absolviert hat.

Theoretisch hätte Göhl dieser Studienpflicht auch im „ausländischen“ Deutschland nachkommen können. „Ich war aber neugierig auf die andere Seite der Welt“, begründet Göhl seine Wahl. Vermutlich ist sein Interesse für Länder des amerikanischen Kontinents bei einem fünfmonatigen Kanada-Aufenthalt geweckt worden, den er als Zehntklässler im Rahmen eines Schüleraustausches mitgemacht hatte.

In Costa Ricas Hauptstadt San José war Göhl auf Vermittlung seiner Venloer Hochschule in einer Gastfamilie untergebracht. An der ULACIT University of Science and Technology verfolgte der Düsseldorfer fachbezogene Vorlesungen in englischer Sprache und besuchte zugleich Kurse, um die Landessprache Spanisch zu erlernen. Gast-Mama Cecilia und deren Söhne Alonso und Julio festigten seine frisch erworbene Sprachkompetenz im Alltag und bei Fahrten zur eigenen kleinen Kaffeeplantage oder einem der landestypischen Vulkane.

Mit Beginn der Semesterferien wagte Göhl dann noch das Abenteuer eines Rucksacktrips durch das benachbarte Panama und Kolumbien. „Per Bus kommt man preiswert überall hin“, hat er festgestellt. Eine ausgearbeitete Route gab es nicht. Aufregend war sein Panama-Aufenthalt im Lost-and-Found-Hostel mitten im Dschungel, wo ihm freche Äffchen beim Frühstück Obststücke vom Teller raubten. Surfen auf der perfekten Welle traute sich Göhl im Strand-Paradies von Playa Venao.

„Selbst in Kolumbien bin ich in keine brenzlige Situation geraten“, versichert der Rucksacktourist nach seiner Rückkehr. Die „berüchtigte“ Metropole Medellin hat ihn mit ihrer spektakulären Architektur als „supercoole Stadt“ voll beeindruckt. Lohnenswert fand er dort eine Graffiti-Tour, die durch den Ortsteil La Comuna 13 führt. Die Wandbemalungen erzählen eindrucksvoll von der vergangenen schweren Zeit der Herrschaft der Drogenkartelle.

Beim Nachtleben in den Favelas sind ausgelassene Partys angesagt. „Die Menschen treffen sich in den Salsa-Bars und tanzen“, so Göhl. Im „La Brisa Loca“ in Santa Marta hat der Student bei einem Jobangebot spontan zugesagt, um die Reisekasse zu füllen, und in der Hostel-Bar für die Gäste am laufenden Band Mojitos gemixt. Im Bierausschank gehörte „Club de Colombia“ zum Angebot. Göhls Urteil: „Echt empfehlenswert.“ Sein Fazit fällt positiv aus. „Ich habe Kontakt zu tollen Menschen bekommen und wertvolle Erfahrungen gemacht, die mich ein Leben lang begleiten werden.“ Jetzt steht der 20-Jährige wieder als Spielmacher beim TSV Urdenbach auf dem Platz.

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