Heerdt: Schön-Klinik will investieren

Heerdt: Schön-Klinik will investieren

In der Bezirksvertretung sprach die Klinik-Leitung über ihre Pläne für Heerdt.

Im September 2016 ist aus dem Dominikus-Krankenhaus mit seinen rund 260 Betten die Schön-Klinik geworden. Die Umfirmierung erfolgte im Januar. Geschäftsführerin Carla Naumann und Klinikleiter Michael Schlickum waren jetzt Gäste der Bezirksvertretung 4 und berichteten über die Ziele, die der private Betreiber Schön-Klinik in Düsseldorf verfolgt.

Zunächst stellten sie klar, dass der Name nicht etwa auf "Schönheitsoperationen" schließen lasse. Vielmehr betonten sie, dass die Schön-Klinik auf Erkrankungen der Gefäße, des Bereichs HNO und des Herzens mit eigenem Katheterlabor spezialisiert sei. Fachzentren, mit denen die Heerdter Klinik auch vor der Übernahme schon punkten konnte. "Wir wollen Qualität anbieten und werden die Fachbereiche Orthopädie, Neurologie, Psychosomatik ausbauen wie auch die Allgemeine- und Adipositas-Chirurgie (zum Beispiel Magenband)", so die Geschäftsführerin, die versicherte, dass neben den Neuerungen die Allgemein- und Notfallversorgung nicht nur sichergestellt, sondern sogar erweitert werde. Die Schön-Klinik werde etwa 20 bis 30 Millionen Euro an ihrem ersten Düsseldorfer Standort investieren.

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Die linksrheinischen Bezirksvertreter hörten sich die Ausführungen mit Interesse an, froh darüber, dass die von der Bevölkerung gestützte Heerdter Klinik erhalten bleibt. Einzig die Zukunft der rund 420 Mitarbeiter, die etwa 10.000 stationäre und rund 19.500 ambulante Patienten im Jahr versorgen, beschäftigte die Politiker. Schlickum: "Die Mitarbeiter haben für zwei Jahre eine Arbeitsplatzgarantie. Außerdem wollen wir ja mit diesem Haus wachsen und denken eher an eine Aufstockung."

Voran geht es laut Klinikleiter Michael Schlickum auch mit dem Umbau der Klinik. "Wir haben Kontakt zu den Baufirmen aufgenommen." Er gehe davon aus, dass bis Ende 2018 drei Stationen fertiggestellt werden können. Zügig solle die Fassade und der Eingangsbereich mit Zugang zum ersten Geschoss gestaltet werden. Für den Bau der Eingangstreppe liege noch keine Baugenehmigung vor. Der OP-Bereich soll nun nicht neu gebaut, sondern saniert werden. "Aber auch dafür brauchen wir eine Baugenehmigung."

(hiw)
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