Auszeichnung : Ökotop Heerdt freut sich über den Umweltpreis der Stadt

Die Einzigartigkeit der Anlage weiß auch die Stadt zu schätzen. Sie kürte das Ökotop im Dezember zum Sieger des Umweltpreises 2018. Motto des Wettbewerbes war „Artenvielfalt in der Stadt erhalten und gestalten“.

Mitten in Heerdt, zwischen der Krefelder und Brüsseler Straße, befindet sich ein kleines Naturparadies. Die Mitglieder des Ökotops haben vor mehr als 30 Jahren ein Gebiet erschaffen, in dem Ökologisches und Soziales symbiotisch miteinander verbunden werden. „Das ist einzigartig“, findet Vorstandsmitglied Michael Bonke. Mit einer Vielzahl von Biotopen, kleinen Waldstücken, Wiesen mit Obstbäumen, Wallhecken, Hochstaudenfluren, Magerwiesen und privaten Biogärten bietet das Ökotop zahlreiche Lebensräume an einem Ort. Viele Pflanzen und Tiere haben dort ein sicheres Zuhause gefunden. „Ganz besonders stolz sind wir, dass seit drei Jahren Falken hier brüten. Der NABU hat uns schon einen neuen Brutkasten gestiftet“, erzählt Bonke. Auch Füchse lassen sich schon mal auf dem Gelände blicken. Und wer genau hinsieht, kann die unter Naturschutz stehenden Nashorn- und Hirschkäfer beobachten.

Das weiß auch die Stadt zu schätzen. Sie kürte das Ökotop im Dezember zum Sieger des Umweltpreises 2018. Motto des Wettbewerbes war „Artenvielfalt in der Stadt erhalten und gestalten“. „Wir haben uns sehr gefreut. Aber das Thema passte auch perfekt zu uns“, findet Gründungsmitglied Mattes Wallenfang. „Wir haben hier eine tolle Spielwiese, um Vielfalt auszuprobieren“, fügt Bonke hinzu. Im Grunde habe das Ökotop sogar zweimal gewonnen, findet das Vorstandsmitglied. Denn auch das Saatgutfestival, das das Ökotop mitorganisiert, wurde von der Stadt ausgezeichnet. Konkrete Pläne, wie das Preisgeld angelegt wird, gibt es noch nicht. Ideen haben die Mitglieder aber viele. „Wir würden gerne das Gelände weiterentwickeln“, sagt Bonke. „Irgendwann ist das Ökotop zu statisch geworden und nicht mehr innovativ gewesen“, findet Wallenfang. Seitdem geht der Verein verstärkt an die Öffentlichkeit und versucht, vor allem jüngere Menschen anzusprechen – etwa mit Workshops. „Die Kurse stoßen auf großes Interesse. Mit dem Preisgeld könnten wir neue Referenten engagieren“, so Bonke. Außerdem müsste auch das Insektenhotel erneuert werden. „Und wir lernen immer wieder Neues und werden uns gerne von Fachleuten helfen lassen. Wieder ein guter Anlass, neue Menschen ins Ökotop zu locken“, sagt Bonke mit einem Zwinkern.

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