Neue Kita in Düsseldorf-Heerdt hat eröffnet

Neue Kita in Heerdt : Ein neues Haus für Kinder

Nach fast sieben Jahren Vorplanung und eineinhalb Jahren im Übergangsquartier hat die Pastor-Klinkhammer-Kita ihren Betrieb aufgenommen. Die offizielle Eröffnung mit Einweihung ist am 14. März um 14 Uhr.

Alle sind froh und zufrieden: Kinder, Eltern und nicht zuletzt die Erzieher. Denn Ende vergangenen Jahres hat die Kita „Pastor-Klinkhammer“ (vormals Thomas-Morus) nach 18 Monaten Übergangszeit ihr Provisorium auf dem Gelände des Freizeitparks verlassen und ihren Neubau an der Kevelaerer Straße 24 bezogen. Ein modernes, einladendes, zweistöckiges Haus für Kinder ist entstanden, das direkt an die Bunkerkirche anschließt. Ein großzügig gestalteter Vorfahrtsbereich für den elterlichen Bringdienst schirmt den Neubau von der verkehrsreichen Kevelaerer Straße ab. Zwei schwere Eingangstüren und Fenster, die keinen Laut durchlassen, schützen die Kinder vor der Außenwelt.

„Früher, im Altbau, konnten wir wegen des Straßenlärms manchmal nicht telefonieren“, sagt Kitaleiterin Margret Sommer, die seit elf Jahren die Einrichtung führt, aber insgesamt auf 24 Jahre als Erzieherin zurückblicken kann. Jetzt sei das kein Problem mehr. Es herrscht dann auch Ruhe in dem kleinen Paradies für 56 Kinder, die in drei altersgemischten Gruppen von einem bis zu sechs Jahren den Tag gemeinsam genießen. Egal, ob sie zur Bienen-, Igel- oder Froschgruppe gehören.

„Zu jeder gehört ein Gruppen-, Neben-, Schlaf- und Waschraum mit Wickeltisch“, klärt Margret Sommer auf, während sie durch die Einrichtung führt. Und neben der großen, gibt es auch eine Kinderküche. Besonders eindrucksvoll sind die winzigen Toiletten für gerade mal Ein- oder Zweijährige, die auch selbst über seitliche Stufen auf den Wickeltisch krabbeln können. In jedem Gruppenraum tummeln sich Kinder, malen, spielen mit Bauklötzen oder turnen draußen auf dem Spielgeräten herum. Noch ist keine Essenszeit, noch haben auch die Kleinsten nicht das Bedürfnis, sich in eins der putzigen Kastenbettchen zurückzuziehen. Alles strahlt Friede und Freude aus. „Es ist einfach wunderbar hier, so dass die Kinder nachmittags gar nicht mehr nach Hause wollen“, sagt Margret Sommer, froh über ihr neues Reich. „Wir genießen es und freuen uns, wenn im Frühling der geplante Naturgarten auf der Terrasse im zweiten Stock bepflanzt werden kann.“

Froh auch deshalb, weil beim Neubau der damaligen Thomas-Morus-Kita nicht alles reibungslos anlief. Allein sechs Jahre dauerte die Vorplanung. Erst 2017 hat die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz, kurz IDR, als Bauherrin den Erbpachtvertrag mit der Katholischen Kirche unterschrieben. Dann aber wurde die Bauphase zügig aufgenommen. Und im April 2018 stand schließlich der Rohbau, es wurde Richtfest gefeiert und Ende November war alles fertig, sodass die Kinder einziehen konnten. Die IDR investierte übrigens 2,1 Millionen Euro.

Dass mit der Fertigstellung des Hauses auch der Betrieb starten konnte, ist dem Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) zu verdanken, der bereit war, die Trägerschaft für die Kita zu übernehmen. Pfarrer Michael Dederichs, Präses des SKFM, betonte, dass die Einrichtung auch mit der Weitergabe der Trägerschaft an den Sozialdienst eine katholische Einrichtung bleibe und sprach sich dafür aus, sie künftig nach Pastor Klinkhammer zu benennen. Denn der Heerdter Priester hatte den Bunker am Handweiser (heute eine Koptische Kirche) nach dem Zweiten Weltkrieg in eine Kirche verwandelt und sich besonders für die Jugend im Umfeld eingesetzt. Folglich bleibt die Kita katholisch. Zum Beispiel durch den „Lotsenpunkt“, für den extra ein Raum im Neubau eingerichtet wurde. Dort wird die SKFM-Mitarbeiterin Cordula Gnoß-Manhillen regelmäßige Sprechstunden für den gesamten Stadtteil abhalten. „Im Moment ruht das Angebot“, sagt Margret Sommer, die hofft, dass auch bald der Bewegungsraum (Turnhalle) eingerichtet wird. Jedenfalls bis zum 14. März, wenn die Kita Pastor-Klinkhammer ab 14 Uhr geweiht und offiziell eröffnet wird.

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