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Heerdt: Nahversorgung in Heerdter Zentrum lückenhaft

Heerdt : Nahversorgung in Heerdter Zentrum lückenhaft

Für Nikolaus-Knopp-Platz fehlt laut Gutachter ein "Magnetbetrieb". OB Geisel regt Wochenmarkt an.

Das Stadtteil-Zentrum Nikolaus-Knopp-Platz ist laut Gutachten mit Einzelhandel gut ausgestattet. Das sei besonders auf das SB-Warenhaus an der Schiessstraße zurückzuführen. Außerdem befinden sich im Gewerbegebiet südlich der Heerdter Landstraße drei Lebensmitteldiscounter. Sie seien allerdings auf automobile Kunden ausgerichtet. Rund um den Nikolaus-Knopp-Platz gebe es zwar etwa 20 Ladenlokale. Aber: "Ein Magnetbetrieb fehlt, der mehr Käufer anziehen könnte", heißt es in dem Gutachten weiter. Außerdem werde dort ein Lebensmittelbetrieb vermisst, der wieder angesiedelt werden sollte.

Das hoffen die Heerdter bereits seit Jahren und appellierten beim OB-Dialog in Heerdt an Oberbürgermeister Thomas Geisel, sich für ihr Anliegen einzusetzen. Clemens Sökefeld, Vorsitzender des Heerdter Bürgervereins: "Es ist wichtig, sich jetzt Gedanken um die Zukunft des Nikolaus-Knopp-Platzes zu machen. Derzeit werden viele Wohnungen an der Pariser Straße und rund ums Dominikus-Krankenhaus gebaut, etwa 800 Neubürger sind zu erwarten." Dabei treibt den Vorsitzenden die Sorge um, dass an anderen Stellen, beispielsweise nördlich der Willstätter Straße, Einzelhandel geplant ist. Denn dort soll ein neues Nahversorgungszentrum entstehen mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche für einen Super- und 600 Quadratmetern für einen Drogeriemarkt.

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Die Heerdter befürchten, dass dadurch Kaufkraft aus dem Stadtteil-Zentrum abgezogen werde. Geisel versprach: "Wir lassen es nicht zu, dass noch mehr Einzelhandel ins Umfeld abfließt." Langfristig solle die Nahversorgung durch die planungsrechtliche Steuerung von Einzelhandel im Umfeld gesichert werden. Geisel ist der Meinung, dass ein Wochenmarkt auf dem Nikolaus-Knopp-Platz etabliert werden sollte, um die Attraktivität des Zentrums zu steigern. Ein erster Versuch auf dem schmalen Gehweg unterhalb der B7-Brücke war damals, anders als in Oberkassel und Lörick, fehlgeschlagen. Der Markt lag zu weit abseits, war wenig einladend, und schon bald gaben die Markthändler aus unterschiedlichen Gründen wieder auf.

(RP)