Heerdt: Mit Pippi ins Taka-Tuka-Land

Heerdt: Mit Pippi ins Taka-Tuka-Land

Die Jugendbühne der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in Heerdt führt in diesem Jahr wieder ein Stück von Astrid Lindgren auf. Bei den Proben geht es ziemlich professionell zu.

"Was ist ein Spunk? So ein Spunk, ist der eckig oder rund?" Das sind berühmte Fragen, die einen Hinweis darauf geben, welches Stück dieses Jahr im Pfarrzentrum in Heerdt von der Jugendbühne der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) auf die Bühne gebracht wird. Wer hat nicht schon mal mit Pippi Langstrumpf, Tommy und Annika gerätselt, was denn so ein Spunk sein könnte. Für alle, die es noch nicht wissen: Der Spunk entpuppt sich als großer Käfer.

Seit Ende der Sommerferien üben die jungen Schauspieler das Stück "Pippi in Taka-Tuka-Land" ein. Schon vor den Ferien wurde entschieden, welches Stück in diesem Jahr aufgeführt werden soll. So konnten sich die Darsteller schon in den Ferien mit dem Text vertraut machen. "Wir haben einen Regisseur und einige erwachsene Helfer, die suchen jedes Jahr das Stück aus. Wobei wir auch befragt werden, was wir gerne machen wollen", erzählt Carolin Pauly, die den Tommy gibt. "Wir haben letztes Jahr schon ein Pippi-Stück gespielt. Das war ein großer Erfolg. Viele Aufführungen waren ausverkauft", berichtet Jasmin Gerstenberg, die unter anderem für die Maske zuständig ist. Da habe es nahe gelegen, wieder etwas mit Pippi Langstrumpf zu machen. Natürlich nicht das Gleiche, das wäre ja langweilig. Die Rollen können sich die jungen Schauspieler nicht selber aussuchen. "Das machen natürlich die Erwachsenen", so Carolin.

Die Hauptrollen übernehmen dieses Jahr Sophie Huschbeck (Pippi), Jil Gerstenberg (Annika) und Carolin Pauly (Tommy). "Das sind unsere alten Hasen", sagt Jasmin Gerstenberg über die Jugendlichen. Die Drei sind schon viele Jahre bei der Jugendbühne dabei und haben auch letztes Jahr im Pippi-Stück mitgespielt. Ein Riesenspaß ist das für die Schauspielerinnen, schließlich haben sie die Figur schon immer bewundert. "Die ist so tough und schlagfertig und hat immer ihren Freunden geholfen", sagt Sophie.

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Die 14-Jährige stellte letztes Jahr Fräulein Prüsselius dar. Eine Rolle, die Sophie ganz toll findet. "Das hat viel Spaß gemacht, weil man da so toll aus sich rausgehen konnte", findet die Jugendliche. So richtig fiese oder böse Charaktere seien genau ihr Ding, die würde sie gerne öfter spielen. Seit fünf Jahren steht die 14-Jährige in Heerdt auf der Bühne. In ihrem ersten Stück Rumpelstilzchen spielte sie einen Diener. "Hier zu spielen, macht viel Spaß. Wir sind so schön gemischt. Wir sind die Ältesten, und die Kleinen mischen das alles auf. Hier ist immer was los." Sophie könnte sich schon vorstellen, das Theaterspielen später beruflich zu machen. Große Illusionen macht sie sich aber nicht: "Es wird sicher schwer sein, etwas zu finden, mit dem man auch Geld verdienen kann."

Carolin ist schon seit neun Jahren bei der Jugendbühne. Ihre Lieblingsrolle bisher war der Schneemann bei der "Kleinen Hexe". "Das war eine lustige Rolle, ein wenig wie Comedy. Alle haben gelacht und das war schön." Die 17-Jährige würde, genauso wie Jil, wahnsinnig gerne einmal bei der Schneekönigin mitspielen. In andere Rollen zu schlüpfen, ist für Carolin ein guter Ausgleich, denn schulisch ist zurzeit Stress angesagt. Die Schülerin macht dieses Jahr ihr Fachabitur. Das Lernen hindert sie aber nicht am Einstudieren ihrer Rolle. "Das klappt ganz gut. Irgendwann hat man Übung darin."

Für Jil bedeutet ihre Aktivität an der Jugendbühne Ablenkung von der Schule. "Wir haben hier viel Spaß mit den Jüngeren. Mit Herrn Nilsson, von Anna Bahners gespielt, ist es besonders lustig", so die 14-Jährige.

(RP)