Heerdt : Licht aus im Heerdterhof-Garten?

Zum Schutz der Tiere wollen die linksrheinischen Bezirksvertreter auf die Beleuchtung des Heerdterhof-Gartens am Albertussee nachts von 23 bis 5 Uhr verzichten. Dazu hatten sie einen einstimmigen Beschluss auf den Weg gebracht, mit dem die Verwaltung gebeten wurde, in ihrem Sinne zu handeln.

Doch vorerst wird nichts daraus, denn die Verwaltung teilte nun mit, dass das aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn nun soll die Reaktion der Bezirkspolitiker auf die ablehnende Nachricht abgewartet werden. Eine Stellungnahme seitens der Politik ist zur nächsten öffentlichen Sitzung am Mittwoch 28. Februar zu erwarten. Danach soll das Licht entweder erhalten oder abgestellt werden.

Die Verwaltung verlässt sich in dieser Frage auf die Politik. Denn auch sie ist überzeugt, dass ein Abschalten des Lichts einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Insektenfauna darstellt. Grundsätzlich sei ein nächtliches Abschalten möglich. Sie gibt aber zu bedenken, dass angesichts der Länge des Weges Personen kurz vor 23 Uhr den Weg betreten könnten und dann plötzlich im Dunkeln stehen würden. Das würde dann dafür sprechen, die bisherige Regelung beizubehalten oder aber generell auf die Beleuchtung des Weges zu verzichten. Denn es bestehe gemäß der Düsseldorfer Straßenordnung keine Beleuchtungspflicht für Grünanlagen, so die Verwaltung.

Mit dem Abschalten der Beleuchtung am Albertussee wollen die Bezirksvertreter das Insektensterben eindämmen. Grünen-Sprecher Markus Loh hatte die Parkanlage ins Gespräch gebracht, "weil dort mit See und Friedhof ein dunkles Areal entstehen könnte."

(hiw)
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