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Lebensmittelausgabe in Düsseldorf-Heerdt: Corona-Initiative wird erweitert

Unterstützung in Düsseldorf : Heerdter Corona-Initiative wird erweitert

Einmal im Monat soll es nun eine Lebensmittelausgabe für Senioren geben. Ein Testlauf, der ein halbes Jahr dauern wird. Danach wollen die Initiatoren schauen, wie das Angebot angenommen wird.

Sie waren einer der ersten in Düsseldorf, die im Corona-Shutdown eine Hilfsaktion starteten. Unter der Überschrift „Heerdt hilft“ taten sich Schützenverein, Bürgerverein und die Stiftung für Heerdt zusammen, um Nachbarn beim Einkaufen zu helfen, kleine Botengänge zu übernehmen oder Hunde auszuführen. Helfer konnten sich melden, die bei der Initiative gelistet und bei Bedarf zu den Hilfesuchenden geschickt wurden. „Rund 40 Heerdter habe sich bei uns gemeldet, fragten vor allem nach dem Einkaufsservice“, erzählt Carsten Bahners, Vorsitzender des Bürgervereins. Vor allem Ältere seien es gewesen, die die Initiative per Telefon kontaktierten, die Angst hatten, sich im Supermarkt mit dem Virus zu infizieren.

Auch wenn die Nachfrage inzwischen ein bisschen abgenommen hat, denkt die „Heerdt hilft“ aber nicht ans Aufhören. Im Gegenteil: Das Angebot wird nun ausgebaut, weitere Kooperationspartner sind eingestiegen. Die evangelische Kirche in Heerdt, die Stadt, die Diakonie und die Bürgerstiftung – gemeinsam wollen sie eine Lebensmittelausgabe für Senioren auf die Beine stellen. Kostenpflichtiger Inhalt Eine Tafel gibt es im linksrheinischen Stadtteil nicht, aber der Bedarf sei da, so Bahners. Derzeit sind er und seine Mitstreiter auf der Suche nach einem Supermarkt, der im Idealfall die Lebensmittel zu den jeweiligen Ausgabeterminen in die Kirche an der Heerdter Landstraße bringt. Es sollen primär haltbare Waren ausgeteilt werden – Reis, Nudeln, Konserven. „Wenn auch mal was Frisches dabei ist, ist das auch schön“, sagt Bahners, der seit Dezember vergangenen Jahres Chef im Bürgerverein ist.

Erstmal ist die Lebensmittelausgabe auf ein halbes Jahr beschränkt – eine Art Testlauf, um zu gucken, wie das Angebot angenommen wird. Einmal im Monat können Senioren, die nicht so ein dickes Portemonnaie haben, dann in der evangelischen Kirche vorbeischauen. Los geht es am Freitag, 18. September. Einen Nachweis wie den Düssel-Pass etwa müssen die Menschen nicht mitbringen. „Wir vertrauen darauf, dass das Angebot nicht ausgenutzt wird“, sagt Carsten Bahners.

Termine Sechs Termine gibt es insgesamt, Start ist am Freitag, 18. September. Weitere Ausgaben finden dann am 16. Oktober, 20. November, 18. Dezember, 15. Januar 2021 und 19. Februar 2021 statt. Die Kirche an der Heerdter Landstraße ist dann immer von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

(nika)