Heerdt : Kunst in ehemaliger Oldtimer-Halle

Nur einen Tag lang wurden die Arbeiten gezeigt. Daher der Name "art-hoc"-Schau.

Meistens werden Kunstausstellungen lange im Voraus geplant. Nicht so bei der Veranstaltungsreihe "art-hoc". Klaus Meßner und Eric Derveaux organisieren am liebsten spontan Ausstellungen, bei denen einen Tag lang Werke mehr oder weniger bekannter Künstler gezeigt werden. Nun luden sie in Helge Achenbachs einstige Oldtimer-Halle in Heerdt. Wo voriges Jahr die Bestände aus dessen insolventer Kunstberatung versteigert wurden, präsentierten sie Gemälde, Skulpturen und Drucke von fünf Akademie-Studenten. Ein Konzept, das dem inhaftierten Kunstexperten gefallen dürfte.

"Uns geht es in erster Linie darum, Kunst an interessanten Orten zu zeigen. Die Ausstellungen sollen dabei möglichst spontan sein", so Meßner. Für die Präsentation in Heerdt brauchten die Organisatoren knapp zwei Wochen. Ein Freund bot ihnen an, in der Halle auszustellen. Als Eric Derveaux den riesigen Raum zum ersten Mal sah, wusste er gleich, welche Künstler Teil der Ausstellung werden sollten: "Wir beobachten die regionale Kunstszene und kennen die Meisterschüler der Akademie."

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Seit fünf Jahren organisieren die beiden Kunstsammler die Reihe "art-hoc". Wann die nächste Ausstellung stattfinden wird, erfahren die Besucher immer erst kurz vorher per Newsletter oder über Facebook. Marc van Irrgang war am Wochenende zum ersten Mal bei einer "art-hoc"-Ausstellung: "Mir gefällt die Art der Veranstaltung sehr gut. Hier steht die Kunst viel mehr im Vordergrund als bei einer Vernissage in einer Galerie." Auch wenn die Werke nicht ganz dem Geschmack des Mörsenbroichers entsprachen, kann er sich vorstellen, die Veranstaltungsreihe öfter zu besuchen.

Auch die ausstellenden Künstler sind von der "art-hoc"-Idee begeistert. "Ich habe meine Sachen bisher nur in der Akademie gezeigt. Es fühlt sich anders an, jetzt hier in der Halle auszustellen", meinte Joscha Bender.

(sdt)