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Heerdt: Jugendbühne zeigt "Pippi Langstrumpf"

Heerdt : Jugendbühne zeigt "Pippi Langstrumpf"

18 junge Schauspieler erwecken die Geschichten aus dem Kinderbuch zum Leben. Sogar Affe Herr Nilson wird von einem Kind gespielt.

Eigentlich hat Pippi Langstrumpf es ziemlich gut, denn sie wohnt ganz allein mit ihrem Pferd und ihrem Affen in der Villa Kunterbunt. Deshalb kann sie tun und lassen, was sie will. "Ich will aber auch in die Schule gehen", beschwert sich die abenteuerlustige Rothaarige bei ihren Freunden Tommy und Annika. Dabei stemmt sie die Arme in die Seite und ihre abstehenden Zöpfe wippen leicht. "Es ist ungerecht, dass ich keine Ferien bekomme", findet sie.

Im echten Leben geht Pippi, die im Theaterstück von Carina Kontny gespielt wird, natürlich in die Schule. Bald macht sie sogar ihr Abitur, weshalb die 18-Jährige nicht weiß, wie es in Sachen Schauspielern bei der Jugendbühne der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) weitergehen wird. Seit sechs Jahren ist Carina schon bei der Schauspielgruppe dabei. "Als ich jünger war, war mir das noch etwas peinlich, so mit 13 Jahren kostümiert herumzulaufen", erinnert sich die Schülerin. "Jetzt bin ich richtig stolz darauf und freue mich, wenn sich meine Familie und Freunde das Stück anschauen kommen."

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In ihrem ersten Stück "Peter Pan" hat Carina ein verlorenes Kind verkörpert. Text hatte sie damals kaum. Für ihre Hauptrolle in "Pippi Langstrumpf" musste sie hingegen etwas mehr lernen. "Das sind gut 60 Seiten Text. Außerdem stehe ich die ganze Zeit auf der Bühne, da kann ich nicht mal schnell zwischendurch etwas essen oder so", meint die 18-Jährige grinsend. Zu dem Zeitpunkt, als sie die Rolle ergattert hatte, trug sie sogar rote Haare. "Das war bei der Auswahl aber wahrscheinlich weniger ausschlaggebend als meine Bühnenerfahrung", vermutet die Älteste der 18 Schauspieler in der Gruppe.

Auch Lena Gerstenberg, die Pippis beste Freundin Annika spielt, ist schon lange bei der KAB-Jugendbühne dabei. "Ich habe viele Freunde über das Schauspielern gefunden", sagt die 14-Jährige, für die "Pippi" bereits das siebte Stück ist. Auch wenn ihr das Theaterspielen großen Spaß macht, wird sie wegen eines Schüleraustauschs im nächsten Jahr nicht mehr mitmachen können. "Ich werde die Jugendbühne aber auf jeden Fall vermissen", meint die Schülerin. Auch sie erinnert sich ganz genau an ihr erstes Stück. "Ich war ein kleiner Affe im Dschungelbuch", sagt Lena.

Ein Affe steht auch bei "Pippi Langstrumpf" auf der Bühne: Herr Nilson wird von Anna Bahners in einem braunen Plüschkostüm gespielt. Nur das Pferd Kleiner Onkel steht völlig bewegungslos vor der farbenfrohen Pappmaché-Front der Villa Kunterbunt. "Wir haben ein Plüschpferd gekauft, dass wir mit Farbe angesprüht haben. Dabei ist es leider rosa geworden, weshalb wir zu weißer Wandfarbe greifen mussten", erzählt Günther Butzen, der sich gemeinsam mit Regisseur Karl-Heinz Stoffels um den Bühnenbau gekümmert hat.

In die Kulisse hat Butzen mehr als 60 Stunden Arbeit gesteckt. Neben der Fassade von Pippis Villa erwartet die Zuschauer auch noch ein Schiff und ein Klassenzimmer. Außerdem sehen sie in einer Szene, in der ein Kaffeekränzchen stattfindet, das Wohnzimmer von Pippi. "Ich habe mir Mühe gegeben, dass alles schön plastisch wirkt", sagt Butzen. Die Zeit bis zur Premiere des Stücks am kommenden Samstag wollen die Schauspieler noch zum Lernen ihrer Texte nutzen. "Ich merke mir meine Zeilen immer erst dann wirklich, wenn ich sie im Kostüm auf der Bühne mit den anderen probe", verrät Lena.

(sdt)