Heerdt: Heerdter sorgen sich um den Lärmschutz

Heerdt: Heerdter sorgen sich um den Lärmschutz

Der Vorentwurf für das Bebaungsplanverfahren der Siedlung Grünau wurde jetzt in der Heinrich-Heine-Grundschule vom Stadtplanungsamt vorgestellt. Die Städtische Wohnungsgesellschaft (GWD) will das Gebiet zwischen Heerdter Landstraße, Kevelaer-, Brüsseler- und Knechtsteden Straße, dessen Bebauung aus den 1950er und 1960er Jahren stammt, aufwerten und dort neuen Wohnraum schaffen. Stadtplaner Jan Stöfer stellte das Konzept vor, in dem eine bewohnte Lärmschutzbebauung an Stelle der seit über zehn Jahren geplanten und umstrittenen Lärmschutzwand zur stark verkehrsbelasteten Kevelaer Straße hin eine zentrale Rolle spielt.

Gerade dazu hatten die Besucher eine Menge Fragen und Anregungen. So kam der Vorschlag, dass die entlang der Kevelaer Straße geplanten zweigeschossigen Bauten die gleiche Höhe wie eine Schutzwand und begrünte Flachdächer haben sollten. Befürchtungen, dass der Lärm vom Schwerlastverkehr durch Verbindungsstraßen doch ins Wohngebiet dringen könnte, wurden mit dem Hinweis, dass die Zufahrt nur durch Stichstraßen von der östlichen Seite möglich sein werde, besänftigt. Der Lärmschutz war auch ein besonderes Anliegen der Planer beim Konzept der Quartiersgarage, zu dem Fragen aus dem Zuhörerraum kamen. "Der Standort des Parkhauses quer zur Brüsseler Straße dient auch der Lärmdämmung", erläuterten die Stadtplaner. Das sei ein Grund gewesen, warum keine Tiefgarage geplant sei. Zudem sei der Bau einer Tiefgarage immer ein Kostentreiber, der mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nur schwer vereinbar sei. Positives Echo erhielt die Zusage, dass die Autos aus den angrenzenden gewerblichen Betrieben keine Zufahrt bekämen. "Warum verbietet man wegen des Lärms und der hohen Schadstoffbelastung den Schwerverkehr rund um das Bebauungsgebiet nicht ganz", wurde Bezirksbürgermeister Rolf Tups gefragt. Dessen Antwort fiel sehr ehrlich aus: "Weil wir keine Alternativen anbieten können", gestand er.

(mjo)
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