Heerdt: Kunst wird politisch im Studio von Nele Waldert

Düsseldorf Heerdt : Es gibt Neues aus dem Wald

Nele Waldert hat mit 15 Künstlern den Hambacher Forst thematisiert.

Als ein Experiment ordnen Nele Waldert und Julia Theuring die Ausstellung „Hambi Bleibt“ im Projektraum „Neues aus dem Wald“ in Heerdt ein. „Wir werden politisch, und es geht um den Wald“, erklären die Initiatorinnen. Sie haben 15 Künstler eingeladen, ein Bild oder Objekt zum Thema Hambacher Forst beizutragen. „Zweimal waren wir mit einigen Künstlern vor Ort, haben dort gearbeitet und uns inspirieren lassen“, erklärt Nele Waldert. Sie zeigt eine aus Pappmaché und Gips geformte Frau im Wald, deren Oberkörper mit Baumpilzen übersät ist. Julia Theuring, die an eine Todesanzeige erinnernde Edding-Zeichnungen ausstellt, sagt: „Das Thema liegt mir sehr am Herzen. Ich finde es wichtig, nicht nur zu polarisieren, sondern das Ganze subtiler, sinnlicher erfahrbar auf den Punkt zu bringen – so, wie es nur in der Kunst möglich ist.“

Der Aktionskünstler Taka Kagitomi macht deutlich, wie vielfältig das Thema umgesetzt werden kann. Er hat aus vielen gesammelten Einzelteilen – Holzstücke, Stahlstifte, Spiralen, Hufeisen und einer Art Spinnrad – eine Skulptur zusammengebaut, auf der er Musik macht. Eine entsprechende Performance ist zur Vernissage mit 45 Arbeiten der insgesamt 17 Kunstschaffenden zu erleben. Nele Waldert und Julia Theuring ist es ein Anliegen, auch im städtischen Bereich auf den Hambacher Wald aufmerksam zu machen: „Das soll aber positiv geschehen.“

Vernissage: Sonntag 15-18 Uhr. Öffnungszeiten: 26. Mai, 15-18 Uhr, und nach Vereinbarung: Tel. 0171 7455520. Projektraum, Viersener Straße 38.

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