Karneval : Heerdter Jecke stellen neuen Venetius vor

Am Samstag startet der 2015 gegründete Heerdter Karnevalsverein (HKV) in die dritte Ausgabe seiner Fassnacht. Frank Lüdorf ist der neue Venetius „Peter“. Seit August ist die engagierte Gruppe ein gemeinnütziger Verein.

Sie sind originell und stets gut gelaunt – die Karnevalisten der jungen Heerdter Karnevalsgesellschaft HKV. Jetzt fiebern die 40 Mitglieder ihrer „3. Heerdter Fassnacht“ entgegen, die am Samstag im Gemeindezentrum Baldurstraße über die Bühne geht. Höhepunkt im bunten Treiben ist wieder die Kürung des neuen Venetius, der als „Peter II“ in die Chronik eingehen wird. Diesmal ist es Frank Lüdorf, gebürtiger Hee­rdter, Gründungsmitglied des HKV und aktiver Schütze, der die närrische Spitzenposition übernommen hat. „Ich bin erster Schriftführer der Gesellschaft „Alte Freunde“, sagt er und freut sich, im Sommer- wie im Winterbrauchtum mit von der Partie zu sein zu können. Jetzt umso mehr, weil eine lange Session vor ihm liegt.

Anders seine Vorgängerin Saskia Schmied, die in der Session 2017/2018 als „Petra II“ durch die Säle zog. „Es war ziemlich aufregend“, sagt sie. „Weil ich auch als Tanzmariechen der KG Schmetterlinge Auftritte hatte. Wegen der kurzen Session sei alles straff organisiert gewesen. Trotzdem habe sie Spaß an ihrer jecken Rolle gehabt.

Die Freude über den Stab- beziehungsweise Pritschen-Wechsel wird noch gesteigert. Denn: „Wir sind jetzt ein ein ordentlicher Verein.“, lässt Gründungsmitglied Thomas Schmied wissen, der als Sitzungspräsident für die Karnevalsfeiern verantwortlich ist. „Im August sind wir ins Vereinsregister eingetragen worden.“ Ein Vorteil sei, dass nun Spendenquittungen ausgestellt werden könnten. Schmied gehört wie Harald Linde und Frank Otremba, die sich das Präsidentenamt teilen, und Ex-Prinzessin Petra Speck zum geschäftsführenden Vorstand.

Bestärkt durch das positive Echo „wir sind überall mit offenen Armen aufgenommen worden“, plant der Vorstand bereits den nächsten Schritt: eine Mitgliedschaft beim  „Comitee Düsseldorfer Carneval“ (CC). „Dann können wir beim Rosenmontagszug auch mit einem Wagen dabei sein“, so Schmied. Jetzt sei das nur mit einer Fußtruppe möglich. „Beim Umzug der Tonnengarde an Karnevalssonntag aber können wir schon jetzt unseren Wagen mit dem allgemeinen Motto „Gemeinsam jeck“ präsentieren.“

„Heerdt hat auf uns gewartet“, ist die Gruppe engagierter Heerdter überzeugt. Wie anders könnte es sonst sein, dass sich der HKV innerhalb von drei Jahren von einer lose zusammengewürfelten Gruppe zu einem ordentlichen Verein entwickeln konnte. Von Anfang an setzten die Mitglieder auf eine eigenwillige Note. So führte gleich nach der ersten Kürung 2016 eine Namens-Verwechslung zu „Peter“ und „Petra“, die nun allen Oberhäuptern verpasst werden. Damit haben sie Irrtümer für immer ausgeschlossen. Eigenwillig auch die „Uniform“. Alle kommen tiefschwarz mit weißen Auflockerungen daher. Und auf dem Kopf eine Melone als Statussymbol. Sogar der jeweilige Orden ist schwarz-weiß. Allerdings hat der aktuelle von Frank Lüdorf einen roten Fleck. „Als Hommage an die übrigen jecken Gesellschaften“, so Lüdorf.

Mehr von RP ONLINE