Heerdt: Bürgerverein Heerdt mit neuer Vorsitzenden

Düsseldorf Heerdt : Zukunft des Bürgervereins ist gesichert

Roswitha Schäfer ist neue Vorsitzende des Heerdter Bürgervereins. Ihr Vorgänger Clemens Sökefeld hatte aus beruflichen Gründen auf eine weitere Kandidatur verzichtet. 

Erstmals steht eine Frau in der mehr als 60-jährigen Geschichte des Heerdter Bürgervereins. Roswitha Schäfer, gebürtige Oberkasselerin mit Wohnsitz Heerdt, stellte sich zur Wahl und wurde schließlich während der Hauptversammlung einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt. Überzeugt hatte sie bei ihrer Vorstellung mit ihrer politischen Tätigkeit in Bayern und wie es ihr gelungen ist, im Wirtschaftsbereich etliches umzusetzen.

„Mir fällt ein Stein vom Herzen“, ließ Clemens Sökefeld die Mitglieder im Pfarrzentrum Baldurstraße wissen. Klar, denn eine lange Prozedur liegt hinter ihm. Bereits vor zwei Jahren hatte er angekündigt, dass er aus beruflichen Gründen den Vorsitz des Heerdter Bürgervereins abgeben wolle und er einen Nachfolger suche. Jetzt stand alles auf dem Spiel. Denn hätte sich niemand gefunden, der gewillt ist, das Amt zu übernehmen, „hätten wir den Verein auflösen müssen“, so Sökefeld. Um das Schlimmste zu verhindern, meldeten sich noch während der Hauptversammlung zwei Männer: Michael von den Driesch, der sich allerdings nur für ein Jahr festlegen wollte, und Carsten Bahners, der eher eine Mitarbeit im Sinn hatte. Er wurde dann gemeinsam mit Michael von den Driesch in den Beirat gewählt. Sökefeld, der seit 14 Jahren Mitglied des Bürgervereins ist, fünf Jahre als Vorsitzender, versprach: „Ich werde Mitglied bleiben und weiterhin ansprechbar sein.“ Schließlich gehe es um das Gemeinwohl des Stadtteils.

Bevor der Vorsitzende den Spitzenplatz räumte, machte er noch einmal auf die Probleme des Stadtteils aufmerksam. Allen voran die Verkehrssituation, ein Dauerthema in Heerdt. Im Blick die Lkw und ihre Irrfahrten. „Wir haben etliche Eingaben bei der Verwaltung gemacht, um das Problem zu lösen und sind stets auf die Autobahnanschlüsse Böhlerstraße und Heerdter Lohweg hingewiesen worden.“ Sie würden das schon regeln. Der scheidende Vorsitzende sieht auch die beiden geplanten Hochbahnsteige Heesen- und Aldekerkstraße kritisch und fragte: „Wie kommen denn zum Beispiel Kranken- und Notarztwagen zum Handweiser und wieder zurück, wenn sie nach dem Bau der Hochbahnsteige nicht mehr wie heute über das leicht erhöhte Schienenbett fahren können?“

Eine Antwort hatten Rheinbahnsprecher der Bezirksvertretung 4 gegeben und versichert, dass bei einem Stau ein Überfahren der Gleise nach wie vor ermöglicht werde. Die Unruhe, die die Schließung der Stadtsparkassen-Filiale am Nikolaus-Knopp-Platz ausgelöst hat, ist noch nicht verebbt. Die Heerdter allerdings hoffen vergeblich, denn: „Alle Verantwortlichen haben zugestimmt, und jetzt führt an der Schließung kein Weg vorbei“, erklärte Sökefeld: „Es hätte andere Möglichkeiten gegeben.“ Zum Beispiel Hamburg: Dort sei eine Filiale in ein Multifunktionszentrum umgewandelt worden. Seniorenbeirätin Gisela Theuringer gab bekannt, dass am 25. Juni, um 14.30 Uhr ein Sparkassenvertreter im Zentrum plus, Aldekerkstraße 29, zur Schließung Stellung beziehen werde.

Zum Schluss eine gute Nachricht: Der Discounter Lidl wird nun doch eine Filiale an der Schiessstraße, auf dem ehemaligen Gelände von Blumen Vishers errichten. Andreas Bahners sagte, dass sich ein entsprechender Bebauungsplan im Genehmigungsverfahren befinde. Es gehe unter anderem um Abstandsflächen zur Bestandsbebauung, ergänzte Ratsherr Giuseppe Saitta.

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