Düsseldorf Heerdt : Dankesbrief vom koptischen Papst

Engagierte Düsseldorfer setzen sich für die Glaubensgemeinschaft ein.

Die koptisch-orthodoxe Kirchengemeinde ehrte mit einem Gottesdienst in der Bunkerkirche drei Düsseldorfer: Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Jochen Lüdicke (Kirchenvorstand St. Antonius und St. Benediktus) und Pfarrer Michael Dederichs. Sie erhielten ein Dankesschreiben vom koptischen Papst Tawadros II., der während des Gottesdienstes verlesen wurde. Darin bedankt er sich für die Unterstützung, „denn ohne Ihren Beistand hätte die koptisch-orthodoxe Glaubensgemeinschaft heute keinen neuen Standort und keine neue große Kirche“. Weiter dankte Papst Tawadros II. für das Sammeln von Spenden, um ein Gemeindezentrum zu errichten, das samstags und sonntags für den Stadtteil gemeinnützig sein werde. Er bedauerte, dass er aus Krankheitsgründen noch nicht in die Landeshauptstadt reisen konnte. Er hoffe aber, seinen Besuch in diesem Jahr nachholen zu können.

„Das persönliche Dankeschön unseres Papstes ist eine außergewöhnliche Geste“, sagt Christian Gerges, Sprecher der koptischen Glaubensgemeinschaft, die vom Heiligen Markus in Ägypten gegründet wurde. „Ich bin froh, dass die Unterstützer unserer Gemeinde in Düsseldorf so viel Anerkennung von höchster Stelle erfahren.“ Denn: Bürgermeister Conzen, Kirchenvorstandsmitglied Lüdicke und Pfarrer Dederichs engagierten sich stark für den gemeinnützigen Verein „Koptische Bunkerkirche“.

2015 gegründet, Vorsitzender ist Friedrich Conzen, soll der Verein helfen, Spenden zu sammeln, um den zweistöckigen Bau eines „Stadtteil-Treffs, Integrations- und Gemeindezentrums“ zu realisieren. Er ist mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt und soll seitlich an die Bunkerkirche gesetzt werden (Knecht­stedenstraße). Damit der Bauantrag gestellt werden kann, muss die Finanzierung bis zu 90 Prozent gesichert sein. Keine leichte Aufgabe, denn die koptische Gemeinde ist auf Spenden angewiesen und hat auch die Ausstattung des Kirchenraumes mit der imposanten Ikonenwand durch freiwillige Leistungen realisiert.

Mit den Gemeindezentrum will die koptische Kirche den Düsseldorfern etwas zurückgeben, „weil sie uns so freundlich aufgenommen haben“, ergänzt Gerges.

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