Düsseldorf-Heerdt: Zwei Elfen retten Weihnachten

Theater in Düsseldorf : Zwei Elfen retten Weihnachten

Im Stück der Jugendbühne muss das Publikum die Darsteller kräftig unterstützen.

Ungeschickt stolpert die 12-jährige Lara über die Bühne. Nicht, weil sie tolpatschig ist, das gehört zu ihrer Rolle als „Funkelfein“, die sie mit viel Freude spielt. Lara kann sich gut in den Charakter hineinversetzen. „Ich bin ein Sternenmädchen, das sehr schusselig ist und sich nichts merken kann. Das macht Spaß und manchmal bin ich auch selber etwas schusselig“, gibt sie lachend zu. Figuren, die ein wenig anders sind, haben es ihr angetan. „Meine Lieblingsrolle war der Schusch aus Urmel aus dem Eis. Das ist ein Vogel, der einen Sprachfehler hat und ein Schlaumeier ist“, erzählt das Mädchen, das mal Schauspielerin werden möchte.

Im Stück „Wie Puck Weihnachten rettet“ ist Funkelfein eine der vielen Figuren im Winterwunderland, die den Menschen auf der Erde eine schöne Weihnacht bereiten wollen. Leider ist das Fest aber in Gefahr, denn die vorwitzigen Weihnachtselfen Puck und Mickie, die eigentlich wegen ihrer Streiche aus dem Elfendorf verbannt wurden, öffnen im Streit die Wundertruhe mit den Weihnachtsschätzen. Damit sind Eiskristalle, Sternenglanz, Plätzchenduft und gute Wünsche verloren. Zusätzlich setzt die Eisprinzessin alles daran, den Menschen das Fest zu verderben. Was also tun? Zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung der Menschen aus dem Publikum versuchen die beiden frechen Elfen alles, um Weihnachten doch noch zu retten.

So langsam wird es spannend bei der Jugendbühne der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Heerdt. In nicht mal zwei Wochen ist Premiere im Pfarrsaal an der Baldurstraße. Da wird es Zeit, die detailreichen Requisiten und Kostüme nochmal zu checken. Hängt der ausladende falsche Hintern von Mickie nicht ein wenig zu tief? Wie soll Puck geschminkt werden? Da er aussieht wie ein kleiner Punk, mit roten Haaren, einem Totenkopf-T-Shirt, Armeehosen und hängenden Nietengürteln, wäre es doch passend, wenn er wie ein Mitglied von Kiss geschminkt wäre, finden alle. Dem Darsteller des erschöpften „Postboten“ scheinen die Regieanweisungen ein wenig peinlich zu sein. „Muss ich das wirklich so machen?“, fragt er zweifelnd, während er sich mit einem Tuch die Achseln abwischt. Karl-Heinz Stoffels bleibt hart. „Ja, tu so, als ob du Sport gemacht hättest.“

Maximilian, Frida und Lucie scheinen noch ganz entspannt. Die drei 9-Jährigen sind die Neuzugänge in der 17 Mann starken Truppe. „Früher habe ich immer zugeschaut. Da wollte ich auch gerne mal mitmachen“, erzählt Lucie. Erst mal bleiben die Neuen im Hintergrund, schmücken als Elfen den Weihnachtsbaum und legen die Geschenke zurecht. „Ich bin froh“, sagt Frida. Und Maximilian setzt hinzu: „Da können wir uns daran gewöhnen, vor Leuten zu spielen.“

Tickets Zur großen Freude der Theatergruppe ist die Vorstellung am 30. November schon ausverkauft. Für die Termine am 23. und 24. November sowie 1. und 7. Dezember, jeweils um 15.30 Uhr, sind Karten bei Ja Ba Mo, Nikolaus-Knopp-Platz 1, und an der Theaterkasse vor der Vorstellung, Baldurstraße 24, erhältlich. Jugendliche bis 16 Jahren zahlen fünf Euro, Erwachsene zehn Euro.