Düsseldorf-Heerdt: Im November wird die Brücke abgebrochen

Großprojekt in Düsseldorf-Heerdt : Brücke wird im November abgebrochen

Das Baufeld für den Anschluss des Heerdter Lohwegs an die B7 in Düsseldorf ist weitgehend vorbereitet. Der nächste Schritt ist der Abbruch der alten Brücke. 2022 soll der neue, breitere Ersatzbau fertig sein.

Die Bauarbeiten für den Anschluss des Heerdter Lohwegs an die B7 und weiter an die A52 schreiten voran. Derzeit bestimmen Bagger die Szene. Der Heerdter Lohweg ist vor und hinter der Straßenbrücke über die B7 für Autofahrer gesperrt und nur noch kurze Zeit für Fußgänger und Radfahrer offen. Denn ab dem 15. November wird die Brücke abgebrochen und durch eine breitere ersetzt. Für zwei Jahre wird es damit keine Verbindung zwischen Viersener-, Willstätter- und Pariser Straße geben. Gesamtkosten des Bauprojekts: 21,6 Millionen Euro. Die Fakten:

Brückenneubau Die heutige Straßenbrücke über die B7 wird vom 15. bis 17. November abgebrochen. Danach müssen die kompletten Unterbauten (Stützen) neu errichtet werden, weil die neue Brücke andere geometrische Abmessungen hat und mit zwei Fahrspuren in jede Richtung, Rad- und Gehweg wesentlich breiter wird. Dann, im zweiten Quartal 2020, wird der Stahlüberbau auf einem Baufeld nördlich der Brüsseler Straße und östlich des Heerdter Lohwegs vormontiert und mittels „Modulfahrzeugen mit eigenem Antrieb“ auf den Unterbau eingeschoben. Die Verschiebung, ähnlich wie einst bei der Oberkasseler Brücke, erfolgt voraussichtlich im vierten Quartal 2020.

Fertigstellung Nach dem die Fahrbahnplatten, die Brückenabdichtung, der Bau des Brückengeländers und die Beleuchtung montiert sind, könnte die Brücke im dritten Quartal 2021 fertiggestellt werden. Die Verwaltung macht aber darauf aufmerksam, dass sie wegen der parallel laufenden Straßenbauarbeiten erst 2022 genutzt werden kann. Denn dann erst werden die Straßen- und Weganschlüsse an das neue Brückenbauwerk fertig sein.

Beeinträchtigungen Die vielen Büromitarbeiter zum Beispiel aus den nahen Gewerbeimmobilien und nicht zuletzt auch die Bewohner im Umfeld Viersener- und Neuwerkerstraße haben ein Problem. Denn sie sind vom Heerdter Einkaufszentrum mit seiner Gastronomie voraussichtlich zwei Jahre lang abgeschnitten. Betroffen sind auch die Autofahrer, die den Simon-Gatzweiler-Platz täglich als Park-and Ride-Platz nutzen. Ein Teil wird von der Baustelle in Anspruch genommen. Darüber hinaus ist der Verkehr auf den Straßen im Umfeld der Großbaustelle beeinträchtigt. So ist die Zufahrt von der Prinzenallee auf die Stadtautobahn Richtung Mönchengladbach schon eine Weile komplett gesperrt, so dass sich die Autofahrer über die Böhlerstraße ihren Weg suchen müssen.

Brüsseler Straße Auch sie ist von den Bauarbeiten für den Anschluss direkt betroffen. Denn zwischen der Straße Am Strauchbusch und dem Heerdter Lohweg steht den Autofahrern eine Fahrspur nicht mehr zur Verfügung. So staut sich der Verkehr von der Theodor-Heuss-Brücke kommend schon nachmittags vor der Unterführung bis zur Brücke zurück. Die Verwaltung hatte die Sperrzeiten für die eine Fahrspur mit 8 bis 14 Uhr angegeben.

Politik Insgesamt sind die Mitglieder der BV 4 zwar froh, dass der Anschluss nach mehr als 20 Jahren Hin und Her realisiert wird, bemängeln aber, dass es für zwei Jahre keine Verbindung zwischen Viersener- und Pariser Straße geben wird. Die CDU-Fraktion hatte den Bau einer Behelfsbrücke über die B7 für Fußgänger und Radfahrer angeregt. Die anderen Fraktionen zogen mit und gemeinsam wurde die Verwaltung gebeten, nach Alternativen für eine provisorische Querung während der Bauphase zu suchen. Die Verwaltung aber winkte ab mit der Begründung: „Zu teuer, eine Behelfsbrücke würde 21,5 Millionen Euro kosten.“ CDU Ratsherr Giuseppe Saitta bezweifelt, dass eine Behelfsbrücke so viel kosten müsse und will weiter darum kämpfen.