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Die 1.Heerdter Kunstmeile der Wendehammer-Gilde Düsseldorf war ein Erfolg.

Kunstszene in Düsseldorf : Erfolg für erste Heerdter Kunstmeile

Die neu gegründete Künstlervereinigung Wendehammer-Gilde organisiert Ausstellungsorte für ihre Mitglieder aus dem eigenen Stadtteil.

Auch wenn diese Meile nur knapp 100 Meter misst, so hat die Wendehammer-Gilde mit der 1. Heerdter Kunstmeile dennoch erfolgreich ihr erstes Kunstprojekt realisiert. Auf dem neu gestalteten Kirchenvorplatz von St. Bendiktus am Nikolaus-Knopp-Platz präsentierte der offene Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Stadtteil am Wochenende eine Open-Air-Ausstellung, die nach den Corona-Regeln ausgerichtet wurde.

„Die Gilde entstand, als die an einer Ausstellung im Kultur Hafen beteiligten acht Künstler nach der Finissage am 17. Juli noch bei einem Glas zusammenstanden und überlegten, wie Kunst im Stadtteil besser zur Geltung gebracht werden könnte“, sagt Gilde-Künstler Maler Wolfgang Rupek. Der Blick auf den Wendehammer der Straße führte dann schnell zur Namensgebung der Kunstinitiative.

Die Idee, zu den Kunstpunkten eine eigene Kunstmeile auf dem neu gestalteten Kirchplatz ins Leben zu rufen, stieß bei der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius und Benediktus auf offene Ohren. Neben Öl-, Acryl- und Aquarell-Malerei bot der kleine Rundgang Fotografien sowie Objekte.

„Wir wollen Kunst für und in Heerdt präsentieren, kunstinteressierten Menschen ohne Schwellenangst, die häufig in Galerien aufkommt, unsere Arbeiten zeigen“, sagt Richart. Er selbst stellt Assemblage-Kunst her, dabei handelt es sich um Collagen mit plastischen Objekten, deren feine Ästhetik er schon mal mit hintersinnigem Humor kombiniert. „Ich mag paradoxe Intentionen wie ‚Laute Stille’“, so Richart, der sich „reich an Kunst“ fühlt. Von den kleinen, in Quadraten verknoteten roten Fäden geht etwas Meditatives aus, aber bereits ein leichter Luftzug kann die Fäden in „laute“ Bewegung bringen. Mirko Akira Suzuki wiederum zeigt bunte Porträts im Pop-Art-Stil und bei den Fotos von Hiltrud Flake gibt es manches Wiedersehen mit eigenen Urlaubssehnsuchtsorten. An ein Schneckenhaus erinnert beispielsweise die Perspektive, aus der Flake das Treppenhaus eines Nebeneingangs der berühmten Basilika Sagrada Familia in Barcelona aufgenommen hat.

Eine Art Abschiednehmen ist die Ausstellung für die Fotografin Ute Jaschke, einst Meisterschülerin von Arno Fischer an der privaten Fotoschule am Schiffbauerdamm (FAS). Nachdem sie ihr hiesiges Fotoatelier geschlossen hatte, hat sie nochmals alle Kartons mit alten Bildern für die Kunstmeile hervorgeholt. „Ich war selbst erstaunt, welch schöne Wirkung sie noch heute entfalten, aber ich werde sie nicht verkaufen, sondern mit ihnen auch andere Menschen erfreuen“, so Jaschke.

Schon früh tummelten sich erste Neugierige zwischen den Ständen und Staffeleien. „Bei mir war es der reine Zufall, der mich hierher geführt hat, denn ich war mit einer Freundin gleich in der Nähe frühstücken“, erzählt Petra Lippmann. „Gekauft habe ich nichts, aber ich finde die Aktion sehr schön und ich habe auch schon ein paar Inspirationen für eigene Arbeiten mitgenommen“, verrät die kunstinteressierte Lörickerin.

Weitere Infos stehen online unter www.wendehammer-gilde.de.