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Heerdt: Bunkerkirche wird koptisches Gotteshaus

Heerdt : Bunkerkirche wird koptisches Gotteshaus

Die Übergabe der Bunkerkirche an die koptische Gemeinde, deren Kirche am Pöhlenweg in Gerresheim zu klein geworden ist, nimmt Formen an. Am Sonntag wurde der Verein "Koptische Bunkerkirche Düsseldorf-Heerdt" gegründet. Dabei ziehen Politik und Kirche an einem Strang. Denn Vorsitzender ist Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Stellvertreterin ist Landtagsabgeordnete Marion Warden. Als Beisitzer gehören dazu Michael Dederichs, Katholische Kirchengemeinde "St. Antonius und St. Benediktus", Christian Gerges vom Vorstand der koptischen Gemeinde, CDU-Ratsherr Giuseppe Saitta und Heinz-Werner Schnittker (SKFM). "Diesen Tag werden wir nie vergessen", sagte Gerges dankbar über die Vereinsgründung. Er hoffe auf eine breite Zustimmung für das Projekt seiner Gemeinde, zu der 4000 Menschen gehören. "Die meisten stammten aus Ägypten, Irak, Lybien und Syrien." Dort hätten sie als Christen um ihr Leben fürchten müssen. "Ich freue mich, dass andere Menschen, andere Christen hinter unserer Gemeinde stehen."

Geplant ist, die Bunkerkirche der koptischen Gemeinde zu übereignen, so dass der gesamte Komplex dann deren Eigentum wird. Nach der Vereinsgründung folgt nun der nächste Schritt. Am Mittwoch, 24. Juni, 15 Uhr, stimmen die linksrheinischen Bezirksvertreter über eine Bauvoranfrage für ein Integrations- und Gemeindezentrum ab. Es soll in einem zweigeschossigen Anbau an die Bunkerkirche gesetzt werden. Im Erdgeschoss sind ein Veranstaltungssaal mit 189 Sitzplätzen und im Obergeschoss Seminarräume vorgesehen. Das Zentrum will die koptische Gemeinde für Bildung, Beratung und Begegnung nutzen. Nicht nur für die Gemeindemitglieder, sondern für alle Düsseldorfer. Gerges: "Wir wollen damit der Gesellschaft etwas zurückgeben und uns im Stadtteil engagieren."

(RP)