Heerdt : Begegnungsort für ältere Menschen

Unter dem Motto "Tagsüber gut betreut - abends im eigenen Zuhause" hat die Diakonie eine Tagespflege im Neubauprojekt RKM 740 eröffnet. Es gibt noch wenige freie Plätze.

Die Senioren fühlen sich wohl. Das ist nicht zu übersehen. Sie gehören zu den Gästen, die im Rahmen der neuen Diakonie-Tagespflege in Heerdt mit einem vielfältigen Tagesprogramm betreut, gepflegt und unterhalten werden. "Ein Miteinander, persönliche Ansprache und entgegengebrachte Wertschätzung sind uns sehr wichtig", sagt Evelyn Ochs, Leiterin der Tagespflege. Sie und ihr sechsköpfiges, aus Fachkräften, Betreuungsassistenten und Ehrenamtlern bestehendes Team, setzen diese selbst gesetzten Ansprüche in den hellen, modernen Räumen um. Anfang August 2016 waren sie in dem Neubau des Quartiers RKM 740 (Rheinkilometer 740), an der Pariser Straße 97a/Ecke Kribbenstraße, Nähe Dominikus-Krankenhaus, bezogen worden.

Die Tagespflege-Räumlichkeiten erstrecken sich über 270 Quadratmeter. Dazu gehören ein großer Aufenthaltsraum, der je nach Bedarf durch Trennwände abgeteilt werden kann, die angrenzende Küche, Ruheräume mit Betten und Siesta-Stühlen sowie eine "Wohlfühl-Oase". Hier, bei Bedarf hinter verschlossener Tür, können sich die Senioren bei leiser Musik umgeben von Pflanzen und Wasser-/Lichtsäulen in bequemen Stühlen und einem besonderen Sessel entspannen. "Die leichten Bewegungen dieses Möbelstücks beruhigen vor allem dementiell Erkrankte", sagt Evelyn Ochs. Die 45-jährige Krankenschwester und Pflegedienstleiterin ergänzt: "Die Ruheräume sind auch für die Mitarbeiter nutzbar." Denn ihr Job erfordert alle Konzentration. Sie richten die Tagesstruktur der Gäste, die je nach Absprache entweder montags bis freitags oder an einzelnen Tagen, stundenweise oder ganztags willkommen sind, nach den Bedürfnissen, dem Betreuungsbedarf, individuellen Lebensgewohnheiten, Interessen und Ressourcen aus.

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"Tagsüber gut betreut - und abends im eigenen Zuhause" lautet der Slogan, unter dem die Diakonie-Einrichtung diesen Begegnungsort für jeweils 15 ältere Menschen bereithält. "Wir sind glücklich, wenn unsere Gäste lächeln und das gute Gefühl mit nach Hause nehmen", lobt Evelyn Ochs ihr Team. Ihr selbst - sie war zuvor in der Diakonie-Tagespflege Flingern tätig - sei das Wohlergehen der ihr anvertrauten Menschen eine Herzensangelegenheit. Allerdings bedauere sie es, dass viele Angehörige sich davor scheuen, ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder dem Angebot der Tagespflege anzuvertrauen: "Das hat absolut nichts mit Abschieben zu tun. Es tut den Betroffenen sowie den pflegenden Angehörigen grundsätzlich gut."

In den Räumen an der Pariser Straße beginnt der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück: "Hier und beim Mittagessen werden auch Wünsche berücksichtigt." Anschließend gibt es entweder Bewegungsfähigkeit und Balance stärkende Gymnastik, Spiele, gemeinsames Singen oder Gedächtnistraining. "Das hält fit", sagt Evelyn Ochs und zudem können Fähigkeiten neu entdeckt oder auch gefördert werden. Bei schönem Wetter geht es auf einen Spaziergang zur nahegelegenen Rheinpromenade oder zu einem Plausch mit Gleichgesinnten auf die Terrasse oder in den begrünten Innenhof. Auf Wunsch steht ein Fahrdienst bereit, der die Senioren - auch diejenigen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind - abholt und nach Hause bringt. Die Kosten für die Tagespflege werden bei Vorliegen einer Pflegestufe weitestgehend von der Pflegekasse übernommen. Evelyn Ochs, der es große Freude gemacht habe, mit ihrem Team diese Räume gestalten zu können, "etwas Neues zu schaffen", sei froh über ein durchweg positives Feedback. "Es sind noch wenige Plätze frei", animiert sie zu einer Beratung nach Absprache.

(RP)