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Art Düsseldorf 2017 - "Kreativität ist überall möglich"

Heerdt : "Kreativität ist überall möglich"

Zur Premiere der Kunstmesse öffnet Christof Hartmann seinen Showroom.

Christof Hartmann ist begeistert: "Anfang der 1990er Jahre gab es mit der Internationalen Kunstmesse Forum in der Region Düsseldorf die letzte Messe für zeitgenössische Kunst. Jetzt aber kommt die Art Düsseldorf vom 17. bis 19. November." Daran beteiligen sich 80 weltweit agierende Galerien. Mit der Messe ist dann auch wieder der Standort Areal Böhler auf der Stadtgrenze von Düsseldorf und Meerbusch in den Schlagzeilen.

Hartmann, in Düsseldorf geboren, ist nicht nur eng mit der Kunst, sondern auch seit vielen Jahren mit dem Areal Böhler verbunden. Der 57-Jährige steht in seinem Showroom im Haus Nummer 37 vor einem deckenhohen und elf Meter langen Gemälde und hält einen leidenschaftlichen Rückblick auf seine Lebensphasen. Der Rheinländer hat schon immer gern gemalt, im Gymnasium den Kunst-Leistungskurs gewählt und von den Museumsbesuchen mit seinen Kunst liebenden Eltern profitiert. Trotzdem war ihm bis zu seiner ersten Teilnahme am Kunstrundgang in seinem 18. Lebensjahr die Existenz der Kunstakademie nicht bewusst: "Ich stand vor der Kunsthalle."

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Der Blick in die Akademie selbst aber war dann "die Initialzündung". Die von dem Abiturienten vertretene Meinung, "mir gefällt Cezanne besser als Pollock", überzeugte die Dozenten. So wurde Hartmann für zehn Jahre und 21 Semester zum Akademie-Studenten und Meisterschüler des Bildhauers Karl Bobek mit dem Abschluss Staatsexamen in Kunst, Kunstgeschichte und Philosophie. Schon während des Studiums - auf Lehramt - arbeitete er im eigenen Atelier: "Meine Kunst wurde niemals subventioniert, ich habe alles selbst verdient." Nach dem Examen brachte ihn der Nachhilfeunterricht bei den drei Söhnen des damaligen österreichischen Handelsdelegierten auf das diplomatisch-wirtschaftliche Parkett. Aus drei Monaten als Interims-Assistent wurden 14 Jahre: "Aber die Kunst habe ich nie aus den Augen verloren, habe mir einiges aufgebaut und in bis zu vier angemieteten Ateliers gearbeitet."

Die Kontakte zu Österreich waren es auch, die den engagierten Künstler Anfang der 1990er Jahre auf das, der Voestalpine Group gehörende, Areal Böhler brachte: "Mit einem Lager für überdimensionale Betonplastiken fing es an." 2001 folgte "der Sprung ins kalte Wasser", die Selbstständigkeit mit einem österreichischen Wirtschaftsbüro - dort, wo er zuvor in einem Atelier mit einem Kran an der Decke Kunst gemacht hatte: "Damals war das Areal noch reines Industriegebiet, nur mit Genehmigung zu betreten." Seit dem Ausstieg aus dem Wirtschaftsbüro 2012 zählt allein die Kunst für Hartmann. "Kreativität ist überall möglich, allein das Ergebnis, die Kunst zählt", findet er und beweist mit Skulpturen und Malerei, wie viel Inspiration in ihm steckt. Dass er seine Kunst jetzt zur Art präsentieren kann, ist ihm wichtig: "Hier wird man mich wahrnehmen."

(RP)