Heerdt: Anschluss Heerdter Lohweg kommt

Heerdt: Anschluss Heerdter Lohweg kommt

Die linksrheinischen Bezirksvertreter akzeptierten die Ausführung und Finanzierung für den Autobahnanschluss Heerdter Lohweg an die Brüsseler Straße (B7). Die heutige Autobahn-Brücke soll durch eine neue ersetzt werden.

Lange haben alle darauf gewartet. Nun ist er da - der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für den Anschluss des Heerdter Lohwegs an die B7 (A52). Kein Wunder, das die linksrheinischen Bezirksvertreter hocherfreut die Vorlage während ihrer jüngsten Sitzung akzeptierten. Egal ob CDU, FDP, SPD, Grüne oder Linke, alle waren froh, dass es endlich vorangeht.

Groß ist die Freude vor allem deshalb, weil nun doch, anders als geplant, die heutige Brücke, die den Heerdter Lohweg über die Brüsseler Straße (B7) führt, durch eine ausreichend breite neue Brücke ersetzt wird. Bei der Versammlung des Heerdter Bürgervereins war davon bereits die Rede gewesen, jetzt wurde der Brückenneubau von der Verwaltung bestätigt. Begründet wurde der Abriss der aus den Jahren 1958 und 1959 stammenden Brücke, weil sie sich wegen ihrer Spurigkeit nicht als leistungsfähig für die künftigen Verkehre erwiesen habe und ein Umbau wegen ihres Alters nicht wirtschaftlich sei.

Nun soll also eine Bogenbrücke mit einer Gesamtlänge von 66 Metern und einer Breite von 25,50 Metern die B7 auf dem Heerdter Lohweg überspannen. Vorgesehen sind zwei Fahrspuren in jede Richtung und beidseitig ein getrennter Geh- und Radweg. Die Beleuchtung des Bauwerks wird in die Brückenbögen integriert. Grünen-Sprecher Markus Loh bezeichnete den Brückenneubau als "richtige Entscheidung". Tobias Kühbacher betonte, dass ja nun nicht etwa eine intakte Brücke abgerissen werd, sondern ein in die Jahre gekommenes Bauwerk. Für Unbehagen sorgte dagegen, dass 129 Bäume für den Anschluss fallen müssen. Gewünscht werden Ersatzpflanzungen, aber nicht etwa wie vorgesehen im Langenfelder Landschaftspark, sondern im Stadtbezirk 4.

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Die neuen Auf- und Abfahrten des Heerdter Lohwegs an die B7 werden mit Schleifen, einst wegen ihrer Form als Öhrchen bezeichnet, und Rampen östlich, südlich und westlich des Heerdter Lohwegs angelegt. Die Knotenpunkte sollen durch Ampeln gesichert werden. Damit wird der Wunsch von Loh nicht erfüllt, auf eine Ampel in Höhe der Viersener Straße zu verzichten. Denn zu den bestehenden drei Lichtzeichenanlagen auf dem Heerdter Lohweg weitere zu installieren, halte er für wenig sinnvoll.

Zum Schutz vor Lärm und Gestank soll auf der Südseite der Brüsseler Straße eine Lärmschutzwand mit einer Gesamtlänge von 400 Metern errichtet werden. Das vier Meter hohe Bauwerk soll begrünt werden und verläuft zwischen Schiessstraße und Heerdter Lohweg (Sportanlage und Wohngebäude Papillon). Das wird den Bewohnern der Viersener- und Neuwerker Straße nicht reichen. Während einer Bürgerversammlung hatten sie vehement Lärmschutz gefordert, denn bis zu 20.000 Mehrfahrten werde der neue Anschluss in den Heerdter Stadtteil ziehen. "Wir werden extrem mit Lärm und Abgasen belastet", hieß es 2013 bei einer Bürgerversammlung seitens der Bewohner von Viersener und Neuwerker Straße. Sie fordern auch für ihren Wohnbereich Lärmschutz.

Die Gesamtkosten für den Anschluss des Heerdter Lohwegs an die Autobahn betragen 21,6 Millionen Euro. Veranschlagt waren 13,9 Millionen Euro. Die hohen Kosten erklärt die Verwaltung mit dem Bau der neuen Brücke. Ursprünglich sei man vom Umbau der vorhandenen Spannbetonbrücke ausgegangen. Zudem seien im Grundsatzbeschluss die Lärmschutzwand und auch die Erneuerung der Straßenentwässerung nicht berücksichtigt worden.

(RP)