Heerdt : Ärger wegen Pfützen am Rheinufer

Die Rekultivierung nach dem Bau der Fernwärmeleitung ist noch mangelhaft.

Die Rekultivierung der Rheinwiesen nach dem Bau des Fernwärme-Dükers unterhalb des Dominikus-Krankenhauses ist noch immer nicht abgeschlossen. Trotz intensiver Bemühungen seitens der Stadtwerke ärgern sich die Heerdter schon geraume Zeit über die großen Pfützen, die dauerhaft etwa 50 Meter der Wiese unpassierbar machen: tiefe matschige Furchen am Deichfuß, die Wiese teils überschwemmt bis zur Baumreihe. Ein Bild, das sich derzeit allen bietet, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad am Heerdter Rheinufer unterwegs sind.

"Seit einem Jahr steht dort immer wieder Wasser", hat Bernhard Sevenich beobachtet. "Es versickert nicht, weil der Boden stark verdichtet ist". Das Gelände sei nicht zugänglich, alle müssten einen großen Bogen um die Wasserflächen machen. Ursache sei nicht etwa das Hochwasser, allein Regenfälle reichten aus, um die verbliebenen Mulden zu füllen. Der Verursacher habe die Pflicht, so Sevenich weiter, das Gelände aufzuschütten und für Abflüsse zu sorgen.

Michael Pützhofen, Pressesprecher der Stadtwerke, versichert, dass auf keinen Fall irgendetwas unter den Teppich gekehrt, vertuscht oder verdeckt werde. "Wir haben einen Landschaftsfachbetrieb mit der Rekultivierung beauftragt, so dass wir erwarten können, dass professionell gearbeitet wurde und anschließend alles in Ordnung ist." Das sei offensichtlich nicht der Fall, deshalb sei der Bauleiter des Fachbetriebes informiert worden. "Wir müssen uns nun mit ihm auseinandersetzen." Damit die Uferzone als Naherholungsgebiet den Bürgern wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehe, müsse nachgearbeitet werden. Schließlich haben die Stadtwerke viel Geld und Aufwand in die Rekultivierung investiert.

2012 begannen die Arbeiten für eine Fernwärmeleitung, die von der Lausward in einem Düker unter dem Rhein ins Linksrheinische geführt wurde. Von Heerdt aus wird das Fernwärmenetz sukzessive weiter ausgebaut.

(RP)