1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Heerdt

Heerdt: Abschied vom Friedensort Bunkerkirche

Heerdt : Abschied vom Friedensort Bunkerkirche

Es war alles geregelt, die Koptische Kirche hatte als neue Hausherrin der Bunkerkirche der "Initiative Friedensort" zugesagt, dass sie bis 2020 das Erdgeschoss des Gotteshauses weiterhin für Kunstausstellungen, Aktionen und weitere Projekte zum Thema Frieden nutzen könne. Anlass für die sieben Ehrenamtlichen der Initiative, frohen Mutes in die Zukunft zu blicken.

Trotzdem müssen sie nun ausgerechnet zum zehnten Jahrestag der Initiative ihre Arbeit aufgeben, weil eine Kontrolle ergab, dass die neuen Düsseldorfer Brandschutzvorschriften im Ausstellungsbereich nicht erfüllt werden und somit keine Ausstellungen mehr möglich sind. Konkret waren den Gutachtern die Fluchtwege zu lang. Laut Baurecht muss ein Ausgang von jeder Stelle eines Kellergeschosses in höchstens 35 Metern Entfernung liegen.

"Die Nachricht traf uns wie aus heiterem Himmel", sagt Sprecherin Ulrike Bornewasser. "Schweren Herzens haben wir uns dann Anfang 2017 entschlossen, unser 2007 begonnenes Engagement in der Bunkerkirche zu beenden." Das ist umso schmerzlicher, weil das Programm für das laufende Jahr schon komplett sei, die Künstler bereits zugesagt hätten.

Der Trauer zum Trotz wollen sich die Ehrenamtlichen am kommenden Samstag, 1. April, ab 17 Uhr mit Gästen von dem "einmaligen Friedensort" verabschieden und Danke sagen für zehn ereignisreiche Jahre. Geboten wird eine Retrospektive, Live-Musik und Imbiss. Barbara Gladysch (Mütter für den Frieden), Angela Genger (ehemalige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte) und Bruno Kammann von der Initiative werden zum Thema Bunkerkirche und Frieden sprechen. Brigida Brettschneider (Violoncello) und Hertha Gruber (Violine) sorgen für die musikalische Umrahmung.

  • Bauen in Düsseldorf : Wo fast ein ganzer neuer Stadtteil entsteht
  • Auf das Parkdeck am neuen Schwimmbad
    Sport in Düsseldorf : Fußballfeld auf Parkdeck am neuen Schwimmbad wird viel teurer
  • Wegen Corona tagte die Bezirksvertretung zuletzt
    Politik in Düssldorf : Nach Austritt aus der Partei will Ex-Grüner in der Fraktion bleiben
  • Die Treppen zum Impfzentrum in der
    Impfzentren kaum ausgelastet : So reagieren NRW-Städte auf die sinkende Impfnachfrage
  • Die Burg Linn wurde zur Verteidigung
    Burg Linn : Perfekter Ort für einen Ritterroman
  • Ein Blaulicht im Einsatz (Symbolbild).
    Lebensgefahr durch Stichverletzung : Jugendliche soll zwei 16-Jährige in Minden in Falle gelockt haben

Die Bunkerkirche mit den Originalräumen aus dem Zweiten Weltkrieg bleibt auch nach Auflösung der Initiative ein Mahnmal für den Frieden. Auch sind Führungen weiterhin möglich, weil die Besucher betreut und im Notfall schnell zu den Ausgängen geleitet werden können.

(RP)