Heerdt: 180 Fußball-Teams kommen in die Stadt

Heerdt : 180 Fußball-Teams kommen in die Stadt

Der Club für Rasenspiele linksrheinisch (CfR) organisiert ein großes Nachwuchs-Turnier. Sicher ist, dass Lazio Rom, Lokomotive Moskau, Bohemians Prag, Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Atalanta Bergamo kommen.

Johannes Hennessen (9 Jahre) und der gleichaltrige Jean Luca Hufnagel sind schon etwas nervös. Den Nachwuchskickern des Düsseldorfer Clubs für Rasenspiele linksrheinisch (CfR) steht eines der Highlights ihrer noch jungen Karriere bevor. Über Pfingsten (3./4. Juni) ist der CfR (Pariser Straße 65) in Heerdt einer von insgesamt elf Ausrichtern des Provinzial- und Oki Cups. "Diese beiden Turniere gehören zu den größten europäischen U10 und U11-Fußballturnieren.

Insgesamt nehmen 180 Mannschaften daran teil", erläutert CfR-Turnierleiter Peter Hofmann. Sicher ist, dass Lazio Rom (Italien), Lokomotive Moskau (Russland), Bohemians Prag (Tschechische Republik), Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Atalanta Bergamo (Italien) am Pfingstsamstag Mannschaften auf die CfR-Platzanlage schicken werden. Gut möglich, dass auch Manchester City (England), Juventus Turin (Italien), Glasgow Rangers (Schottland) oder Galatasaray Istanbul (Türkei) sonntags in Heerdt vorbeikommen. "Das ist davon abhängig, wie die Gruppenspiele ausgehen. Wir wissen also nicht, wer am Pfingstsonntag bei uns spielt", so Hofmann.

Die CfR-Kickerkids sind jedenfalls vorsichtig optimistisch. "In Duisburg-Rheinhausen bin ich bester Torwart des Turniers geworden. Warum nicht auch jetzt an Pfingsten?", fragt Jean Luca. Mit so einem Rückhalt im Kasten wirft Johannes ein weiteres Argument fürs positive Abschneiden in die Waagschale. "Wir geben unser bestes, und wir haben ja Heimspiel." CfR-Trainer Toni Opdenberg hat für Zuversicht und Nervosität Verständnis. "Die Jungs freuen sich sehr und sind motiviert. Es passiert ja nicht alle Tage, gegen so große Vereine auflaufen zu dürfen", erklärt der Trainer der CfR E4-Mannschaft. Kommunikationsprobleme wegen des babylonischen Sprachgewirrs auf heimischer Anlage werden die Heerdter nicht haben. "Das machen die Jungs schon zur Not mit Händen und Füßen", meint Opdenberg.

Was für die Nachwuchskräfte ein großer internationaler Spaß wird, bedeutet für das Organisationsteam rund um Hofmann eine echte Herausforderung. "Wichtig ist, dass im Club alle Zahnräder ineinandergreifen. Ohne die tatkräftige Unterstützung von nahezu allen unseren Fußball-Mannschaften, den Eltern der Spieler wäre es nicht zu bewältigen. Jeder, der auch mal ein Stündchen hilft, leistet einen wertvollen Beitrag", so Hofmann. Schon heute geht es für das Orga- und Helferteam los. Der Aufbau startet. Die Felder müssen abgekreidet, Getränke, Essen, Becher, Besteck eingekauft werden. "Die meisten Besucher wissen nicht, welche Detailarbeit hinter dem reibungslosen und gastfreundlichen Ablauf eines solchen Turniers steckt", sagt der Turnierleiter. "So versuchen wir beispielsweise unseren ausländischen Teams ein Willkommenspaket in ihrer jeweiligen Landessprache zu übergeben. Dafür haben wir Kontakt mit verschiedenen Konsulaten in NRW aufgenommen. Und ohne die Unterstützung der japanischen Gemeinde und des Boulevereins, der ja auf unserer Anlage eine eigene Halle besitzt, wäre so einiges nicht denkbar." So wird das Mittagessen für die Mannschaften in der Boulehalle ausgegeben, und die japanische Gemeinde betreut einen Imbissstand mit japanischen Köstlichkeiten. Der CfR hat vor den internationalen Turnieren (Spielbeginn jeweils 9 Uhr) alles im Griff. Und freut sich trotz der ganzen Arbeit. "Es gibt doch nichts Sinnvolleres als Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur kennen, respektieren und schätzen zu lernen. Das erweitert den Horizont. Und damit kann man nicht früh genug anfangen, deshalb ermöglichen wir unseren U10- und U11-Teams dieses Turnier", so Hofmann.

(RP)