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Düsseldorf: 14 neue Wohnungen am Knopp-Platz

Düsseldorf : 14 neue Wohnungen am Knopp-Platz

Das leerstehende Gebäude-Ensemble Ecke Schiessstraße/Am Heerdter Hof soll abgebrochen und durch ein Wohngebäude ersetzt werden. Heute wird darüber in der Bezirksvertretung 4 abgestimmt.

Trotz des kleinen grünen Hanns-Heuer-Platzes mit seiner schmückenden Stele zur Eingemeindung Heerdts vor 100 Jahren, trotz Bistro, Ärztehaus und Physiotheraphie-Praxis wirkt dieser Teil Heerdts wenig einladend. Denn zwei Geschäfte in Nachbarschaft zum Nikolaus-Knopp-Platz stehen schon geraume Zeit leer und jüngst wurde gegenüber sogar die KIK-Filiale geschlossen. Jetzt kommt Bewegung in die Szene, denn heute ab 15 Uhr beraten die linksrheinischen Bezirksvertreter über einen Bauantrag, der vorsieht, an er Ecke Schiessstraße/Am Heerdter Hof 1 ein Wohngebäude zu errichten. Das bedeutet, die Altbauten, vormals Schlecker-Filiale und Café Konak, werden abgebrochen. Laut Verwaltung liege ein Abbruchantrag vor, der in Kürze genehmigt werde.

Geplant ist, die Altgebäude durch ein vier- bis fünfgeschossiges Wohnhaus mit 14 Wohnungen zu ersetzen, das im Eckbereich turmartig ausgebildet werden soll.

Läden wird es nicht mehr geben. Für das Vorhaben gilt ein einfacher Bebauungsplan (B-Plan), der eine straßenseitige Baulinie festsetzt. Im Übrigen wird es nach Paragraf 34 beurteilt mit der Auflage, dass sich der Neubau in die Eigenart der Umgebung einpassen muss.

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Die Bezirksvertreter sollen nun über die Abweichungen und Befreiungen bezüglich der Balkone und des turmartig ausgebildeten Eckbereichs abstimmen, die laut Verwaltung geringfügig und städtebaulich wünschenswert seien. Darüber hinaus geht es um die erforderliche denkmalrechtliche Erlaubnis wegen des gegenüberliegenden Gebäudes Am Heerdter Hof 2. Dort befand sich einst die Heerdter Schmiede, die heute ein denkmalgeschütztes Wohnhaus ist.

Eine kontroverse Debatte über das Thema ist in der heutigen Sitzung nicht zu erwarten. "Ich freue mich, wenn Wohnraum neu entsteht", sagt Tobias Kühbacher (SPD). "Denn zunehmender Leerstand verknappt das Angebot und führt langfristig zu "Trade-Down-Effekten" (zunehmende Leerstände produzieren weitere in der Umgebung)." Er hoffe, dass sich der Neubau in die bestehende Struktur gut einfügen werde und die Heerdter sich diesen Wohnraum auch leisten können.

Markus Loh, Sprecher der Grünen sagt: "Ich kann noch kein Statement für unsere Partei abgeben. "Ich persönlich frage mich, ob das geplante Türmchen des Neubaus in Nachbarschaft zum Nikolaus-Knopp-Platz richtig ist. Eine einfachere Bebauung wäre meiner Meinung nach zeitgemäßer und würde auch besser zum Städtebau des Platzes passen." Aber das stehe bei der Abstimmung des Bauantrages ja nicht zur Diskussion.

Mit dem Türmchen will Bauherr Andreas Bahners seinen Neubau krönen, weil es ein Stück Heerdter Geschichte bewahrt. Denn sein Großvater hat das nun abbruchreife Gebäude-Ensemble 1953 als "Heerdter Kino" gebaut. Es bekam den Namen "Rheinblick" in Erinnerung eines Gasthauses, das es einst an der Rheinallee gegeben hatte.

"Das neue Wohnhaus wird deshalb auch den Namen ,Rheinblick' bekommen", sagt Bahners, der gegen den allgemeinen Trend vorhat, kleinere Einheiten mit 40 bis 50 Quadratmetern (Zwei- oder Drei-Zimmerwohnungen) zu bauen. "Vornehmlich für Alleinstehende oder Paare", wie er sagt. Er hoffe, im Januar nächsten Jahres mit dem Bau beginnen zu können.

Bezirksbürgermeister Rolf Tups ist überzeugt, dass das neue Wohngebäude ein Zugewinn für den Stadtteil Heerdt und die Umgebung des Nikolaus-Knopp-Platzes ist. "Es wird auch eine positive Auswirkung auf den Einzelhandel haben."

(RP)