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Hassels: Turnhalle Schillstraße bis Ende April dicht

Hassels : Turnhalle Schillstraße bis Ende April dicht

Der alte Parkettfußboden ist nicht mehr zu sanieren. Das Sportangebot der beiden betroffenen Grundschulen ist aktuell ausgelagert; und auch der Turnerbund Hassels nutzt die Halle der Karl-Tietenberg-Schule des Landschaftsverbands.

Seit dem 16. Januar ist die Turnhalle an der Schillstraße nun offiziell für den Sportbetrieb gesperrt und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis sie wieder genutzt werden kann. "Die Wiederinbetriebnahme der Turnhalle wird voraussichtlich Ende April sein", sagt Stadtsprecher Michael Frisch auf Anfrage unserer Redaktion. Die beiden Hasselser Grundschulen, Hermann-Gemeiner und Selma Lagerlöf, sowie der Turnerbund Hassels können die Halle bereits seit Mitte Dezember nicht nutzen.

Grund für die Sperrung sei, so der Stadtsprecher weiter, die Unfallgefahr, die von dem kaputten Turnhallenboden ausgehe: "Der Hallenboden weist Schadstellen im Parkett auf. Dazu gehören Absplitterungen, abgesenkte Bodendeckel und vergrößerte Fugen. Zudem wurde nach genaueren Untersuchungen festgestellt, dass die Unterkonstruktion irreparabel geschädigt ist." Der Schaden wurde der Stadt Mitte Dezember gemeldet. Ein Handwerker konstatierte den Totalschaden.

Damit die Turnhalle bald wieder in Betrieb genommen werden kann, stehen umfangreiche Umbauarbeiten an. "Die erforderlichen Maßnahmen sind unter anderem der komplette Rückbau des alten und Aufbau eines neuen Hallenbodens. Anschließend müssen noch die notwendigen Linierungen aufgebracht und die Halleneinrichtung wieder montiert werden", sagt Michael Frisch.

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Der Sportunterricht der beiden betroffenen Grundschulen findet zur Zeit in anderen, nahegelegenen Turnhallen statt. "Wir verständigen uns mit benachbarten Schulen, wie beispielsweise der Karl-Tietenberg-Schule für Sehbehinderte", erklärt Sascha Fahl, Schulleiter der Selma-Lagerlöf-Grundschule. Doch auch wenn die Nutzung der schuleigenen Turnhalle für Schüler und Lehrer unkomplizierter ist, stellt die momentane Situation für den Schulleiter kein Problem dar: "Wir sind dankbar für jede Hilfe und hoffen, dass die Bauarbeiten schnell erledigt sind. Es ist zwar schön, dass wir eine eigene Turnhalle haben, aber für eine Grundschule ist das auch nicht selbstverständlich." Auch die Betreuung im Offenen Ganztag muss wegen der Hallenschließung kreativ gestaltet werden. Die Fußball-AG läuft derzeit auf der Bezirkssportanlage Am Wald auf.

Auch der Turnerbund Hassels (TBH) ist von der Sperrung betroffen. Pressesprecher Patrick Jansen ist Mitglied der Leichtathletikgruppe und trainiert momentan ebenfalls in der Sporthalle der Karl-Tietenberg-Schule: "Seit der Schließung sind wir alle näher zusammengerückt. Da wir uns die Halle untereinander aufteilen, sind die Trainingszeiten etwas eingeschränkt. Und Mittwochs können wir den Kraftraum auf der Bezirkssportanlage am Wald nutzen."

Großes Lob findet TBH-Vorsitzender Jörg Hartmann für den Stadtsportbund: "Es ist toll, wie der uns dabei hilft, Ausweichhallen zu bekommen." Für einen Großteil des Sportangebots, das sonst in der Halle an der Schillstraße stattfindet, habe man Ersatzmöglichkeit erhalten. Aber auch Hartmann weist daraufhin, dass es Einschnitte gibt: "In der Halle in Hassels trainieren montags und freitags mit sechs Wochenstunden unsere Trampolinspringer." Freie Hallenzeiten gab es dafür in der Halle am Kikweg - allerdings nur dienstags für zwei Stunden. Dafür soll das Trampolin morgen unter einer großen Kraftanstrengung der Ehrenamtler mit einem Lkw von Hassels nach Eller befördert werden. "Ich hoffe, das funktioniert so, wie wir uns das vorstellen."

Hartmann setzt darauf, dass die Stadt den Termin einhält. "Ich gehe davon aus, dass wir durch die Hallenschließung sieben bis acht Mitglieder verlieren werden, die sich ein anderes Sportangebot suchen. Länger als bis Ende April sollte das nicht dauern. Denn dann kann es sein, dass noch mehr Sportler dem TBH den Rücken zu kehren."

(mada)