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Streit um Hündin "Chiara" vor dem Verwaltungsgericht

Gericht : Streit um Hündin "Chiara" vor dem Verwaltungsgericht

Richter wollen in den nächsten Wochen entscheiden, ob das Tier bei seinem Besitzer bleiben darf.

Angebliche Magenprobleme des Hundes haben ein Sohn und seine Mutter, die in Hassels leben, schon mehrfach als Erklärungen genannt, sobald die Hovawart-Hündin „Chiara“ (9) wieder auffällig geworden war. Jetzt soll der Hund laut Ordnungsverfügung der Stadt weggeholt werden, doch dagegen zog der Sohn am Mittwoch vor das Verwaltungsgericht.

Eine Entscheidung wollen die Richter den Parteien in den nächsten Wochen schriftlich zukommen lassen. In Hassels war die Hündin zuvor mehrfach aufgefallen – auch, weil die Mutter des Klägers wohl nicht in der Lage war, das Tier außerhalb ihres Grundstücks zu bändigen. Einst riss der Hund sich los, weil er auf einer anderen Straßenseite einen anderen Hund entdeckt hatte. Damals hatte die Frau erklärt, sie habe die Haltung des Tieres schon ihrem Sohn übertragen, habe „Chiara“ auch nur vors Haus geführt, weil der Hund angeblich Magenprobleme hatte.

Unter Auflagen durfte ihr Sohn das Tier behalten, unter anderem sollte die Mutter das Grundstück aber nicht mehr mit Hund verlassen. Laut städtischen Angaben soll das im Juli 2018 aber wieder passiert sein. Zur Begründung führte die Mutter an, sie habe nur ausnahmsweise die städtische Auflage verletzt – wegen angeblicher Magenprobleme des Hundes. Diesmal reagierte die Stadt prompt, wollte den Hund sofort von Mutter und Sohn wegholen. Das stützte auch das Verwaltungsgericht.

Doch auf Beschwerde des Sohnes befand das Oberverwaltungsgericht Münster: Dass die Mutter eigenmächtig das Tier vom Grundstück gelassen habe, sei dem Sohn nicht vorzuwerfen. „Chiara“ durfte vorerst also bleiben. Das will der Sohn jetzt per Klage vor dem Verwaltungsgericht wieder dauerhaft durchsetzen. Die Richter hörten dazu Zeugen zum letzten Vorfall. Ob der Hund mit den auffälligen Magenproblemen wirklich weiterhin bei dieser Familie bleiben darf, bleibt bis zum Richterspruch aber offen.