Hassels: St.-Antonius-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Hassels: St.-Antonius-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Pünktlich zur Heiligen Messe ist die Renovierung im Innenraum fertig. Eigentlich sollte diese schon im Oktober beendet sein.

Die frisch-gestrichenen Wände und der farblich gestaltete Altarraum strahlen mit den Lichtern am Weihnachtsbaum um die Wette. Die St.-Antonius-Kirche ist zwar von außen noch eingerüstet und im vertrauten roten Backstein, im Innenraum glänzt sie dafür umso mehr. Seit Beginn der Renovierung im Juni bietet die Elisabethkirche den Gläubigen von St. Antonius "Herberge". Jetzt zu Heiligabend öffnet die renovierte Kirche Am Schönenkamp ihre Türen zum festlichen Christfest: "Es freuen sich alle riesig darauf, wieder in ihre Kirche zu kommen", sagt Pastor Antony Manickathan.

Pfarrer Antony Manickathan freut sich auf die Heilige Messe. Foto: Anne Orthen

Das ehrgeizige Ziel, im Oktober fertig zu sein, wurde nicht erreicht. "Das war sehr hoch gesteckt, im Februar wird wohl alles fertig sein", sagt Manickathan. Dann wird es ein Eröffnungsfest geben, das gemeinsam mit dem 90-jährigen Bestehen von St. Antonius gefeiert wird. Sozusagen als "Zwischenstation" gab es im Oktober einen musikalischen Glanzpunkt in St. Antonius: "Die Schöpfung" von Joseph Haydn. Seitdem hat sich wieder viel getan. Die Stationen des Kreuzweges sind gereinigt und an ihrem Platz. Der Plexiglas-Schutz an den farbigen Kirchenfenstern wurde durch Klarglas ersetzt, eine deutliche zusätzliche Lichtquelle. Und: Die Marienkapelle mit dem Zugang zur Kirche ist fertig. "Die Kapelle und der große Leuchter waren schwarz vom Ruß der Kerzen", sagt Manickathan. Jemand aus der Gemeinde habe den Leuchter tatsächlich wieder zum Leuchten gebracht. Das sei fast unglaublich, freut sich der Pfarrer. Künftig soll die kleine Kapelle von einem der beiden Haupteingänge ganztägig erreichbar sein. Der Kirchenraum ist sichtbar, aber durch Glas und Schmiedekunst abgegrenzt. Wer Beten möchte oder eine Kerze anzünden, findet vor Maria und dem Kind Raum und Stille dafür.

Zurzeit ist die Figur des Namenspatron noch in den Händen des Bildhauers Erich Bücher-Eilert. Der Heilige Antonius wacht später im Innenraum bei einer Säule im Eingangsbereich. Den Rissen im Beton der Kirchen-Fenster-Einrahmungen sind die derzeitigen Außengerüste noch geschuldet. Das Wetter macht dem Trocknen des Betons Probleme.

"Um die Beleuchtung haben wir lange gekämpft, bis wir das Richtige hatten", meint Antony Manickathan. Jetzt sei es wunderbar hell und es sei möglich, die Lampen unterschiedlich einzustellen, etwa seitlich oder nach oben. "Das ist sehr stimmungsvoll", sagt der Pfarrer.

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Wenn das Lied "Stille Nacht" seinen Zauber entfaltet, werden die Lampen ihre Strahlkraft verringern und den Kirchenraum in festlichen "Kerzenschein" tauchen.

Dass für Pastor Antony Manickathan ein anderes Lied ganz besondere Strahlkraft hat, liegt an seiner Heimat. "Zu Weihnachten bringt der Pfarrer das Jesuskind von der Kirche zu den Familien. Dort wird es in jede Krippe gelegt und es wird gebetet", erzählt der gebürtige Inder. Die Gläubigen zögen von Haus zu Haus und dann gemeinsam zur Messe in die Kirche. "Dabei wird das Lied 'Zu Bethlehem geboren' gesungen", erzählt der Pastor von St. Antonius.

Der Stern zu Bethlehem leuchtete hell und wies den Heiligen drei Königen den Weg. Der Engel, der den Hirten die Botschaft von der Geburt Christi brachte, erschien dabei in blendend-hellem Licht. "Es geht um das Licht. Dass die Menschen aus der Düsternis herauskommen, den Stress und Druck hinter sich lassen können", umfasst Antony Manickathan in kurzen Worte seine Botschaft zu Weihnachten - und überhaupt.

Dass unsere Sehnsucht nach Frieden, Freude und Licht erfüllt wird, wünscht sich der Geistliche. Wie heißt es schon beim Propheten Jesaja: "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, für alle, die im Land der Finsternis wohnen, leuchtet ein großes Licht."

(RP)