Hassels: SG droht wegen Spielabsage keine härtere Strafe

Hassels: SG droht wegen Spielabsage keine härtere Strafe

Als Ausnahmefall sieht Vereins-Vize und Pressesprecher Hans-Dieter Löhe von der SG Benrath-Hassels die Absage der Bezirksligapartie am Wochenende beim TSV Eller 04 durch den Absteiger. "Ich bin am Sonntag gegen 11 Uhr von Trainer Niklas Leven darüber informiert worden, dass lediglich neun Spieler inklusive Ersatztorhüter zur Verfügung stehen", erklärt Löhe. Da habe es keine andere Wahl gegeben, als das Spiel in Eller kurzfristig abzusagen. Der Spielausfall war von TSV-Verantwortlichen mit dem Verweis darauf kritisiert worden, dass Akteure aus der SG-Reserve hätten einspringen können. Eller befindet sich als Zweitplatzierter mit dem Spitzenreiter VFB Solingen im Zweikampf um den Titel und einen Aufstiegsplatz.

Tatsächlich muss laut Verbandsstatuten der Kader einer ersten Vereinsmannschaft im Falle von Personalnot mit Akteuren aus einer vorhandenen zweiten Formation aufgefüllt werden. "Dafür reichte aber die Zeit nicht", begründet Löhe die Absage-Entscheidung. Zudem sei die SG-Reserve, die in der Kreisliga B am Sonntag zeitgleich bei Vatangücü im Einsatz war, selbst personell knapp bestückt gewesen und habe in der laufenden Meisterschaftsrunde bereits eine Begegnung wegen Spielermangels absagen müssen. "Hinzu kam, dass unsere Reserve noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt benötigte", ergänzt Löhe. Durch die Absage wird die Begegnung mit drei Punkten und 2:0 Toren für Eller gewertet. "Benrath-Hassels wird zudem ein Ordnungsgeld zahlen müssen", erklärt Staffelleiter Reinhold Dohmen. Damit sei die Angelegenheit erledigt. Eine Forderung nach höherer Bestrafung für solche Absagen etwa in den letzten fünf Spieltagen einer Saison, wie sie von regionaler Verbandsseite gefordert worden ist, um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, wurde vom Präsidium des Westdeutschen Fußballverbandes abgelehnt.

Am bevorstehenden vorletzten Spieltag ist mit einer weiteren Absage durch die Hasselaner laut Löhe nicht zu rechnen, selbst wenn sich die Personallage bis dahin nicht entspannen sollte. "Am 27. Mai spielen unsere beiden Mannschaften nacheinander vor eigener Kulisse", merkt Löhe an. Da könne man Lücken durch einen Doppeleinsatz von Spielern aus der Reserve füllen. Löhe: "Und den letzten Spieltag werden wir anschließend auch noch irgendwie über die Bühne bringen."

(hel)
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