Hassels: SG-Coach Kober vor Entlassung

Hassels: SG-Coach Kober vor Entlassung

Während Vereinsboss Wolfgang Monski mitteilt, dass über das Trainer-Schicksal von Andreas Kober erst heute Abend entschieden wird, berichtete der Coach von der Trennung von seinem Verein.

Paukenschlag beim Bezirksliga-Aufsteiger SG Benrath-Hassels: Nach der 0:6-Auswärtsschlappe des Liga-Neulings beim SSV Berghausen wackelt der Stuhl von Trainer Andreas Kober. Auf einer Vorstandssitzung heute Abend soll über einen Auflösungsvertrag beraten und entschieden werden. "Selbstverständlich machen wir uns im Verein Gedanken über die sportliche Situation", erklärt SG-Boss Wolfgang Monski. Die jüngste Auswärtsniederlage sei nicht gerade das, was sich der Verein wünsche. Zugleich betonte der Vorsitzende, dass hinsichtlich einer Trainerentlassung die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei.

Kober hingegen bestätigte im Gespräch mit unserer Redaktion schon die Trennung. Wie es heißt, soll auch Co-Coach Michael Oehlschlägel den Tabellenletzten verlassen. Kober war im August 2016 nach dem Abschied von René Merken vom Co-Trainer des Kreisliga-A-Teams zum Chef-Trainer befördert worden. Er hatte das Team dann als verantwortlicher Übungsleiter am Saisonende als Tabellenführer in die Bezirksliga geführt. Trainererfahrung hatte der 32-Jährige zuvor beim B-Kreisligisten OFC Solingen unter Trainer Klaus Dieckmann gesammelt. Das Telefonat mit Monski am Montagmorgen über eine bevorstehende Entscheidung zu seiner Trainerzukunft bei der SG habe ihn überrascht, erklärte Kober: "Erst vor drei Wochen hat es mit dem Vorstand ein Gespräch gegeben, in dem wir vereinbart hatten, gemeinsam durch dick und dünn gehen zu wollen. Auch im Falle eines Abstiegs in die Kreisliga A." 14 Niederlagen bei nur vier Siegen und drei Unentschieden dokumentieren die sportliche Misere überdeutlich. Kober: "Dass es für uns als Aufsteiger schwer werden würde, war mir von Saisonbeginn an klar."

Die Pleite beim spielstarken Tabellensechsten SSV Berghausen, wo die SG bei einem 0:2-Rückstand in der Schlussphase binnen 20 Minuten vier weitere Treffer kassierte, will Kober nicht als Zeichen für ein Missverhältnis zwischen Spielern und Trainer verstanden wissen. "Die Mannschaft hat nicht gegen mich gespielt", sagte Kober.

Wie es bei der SG weitergehen wird, ist derzeit offen. Möglicherweise ist mit einer Übergangslösung zu rechnen. Am Sonntag steht die Heimpartie gegen den Mitabstiegskonkurrenten TSV Aufderhöhe bevor. Allein ein Dreier vor eigener Kulisse dürfte die Hoffnung aufrechterhalten, dem drohenden Klassenverlust zu entgehen, zumal bereits fünf Zähler die SG von einem Nichtabstiegsplatz trennen.

(hel)