Hassels: SG Benrath-Hassels zahlt Lehrgeld

Hassels: SG Benrath-Hassels zahlt Lehrgeld

Weil der Aufsteiger nur eine Halbzeit gut spielt, reicht es mal wieder nicht für einen Punktgewinn. Lohausen nimmt nach dem 3:2-Sieg drei wichtige Punkte mit nach Hause.

13 Niederlagen in 20 Saisonspielen - für den Bezirksliga-Aufsteiger SG Benrath-Hassels will sich der Erfolg in der neuen Spielklasse einfach nicht einstellen. "Eine Halbzeit gut gespielt, das reicht nicht", befand Andreas Kober nach der 2:3-Heimschlappe seiner Kicker gegen den Lohausener SV enttäuscht. Und recht hat er, der Coach des Liganeulings.

Rund 35 Minuten schwungvoller Angriffsfußball, wie ihn die Hausherren bei einem 0:2-Pausenstand erst nach dem Seitenwechsel präsentierten, waren beim Schlusspfiff gegen ein cleveres Gästeteam letztlich zu wenig für den erhofften Dreier. Und mit dieser Minimalleistung - so ist es zu befürchten - wird es für den aktuellen Tabellenvorletzten am Saisonende wohl auch nicht zum Klassenerhalt reichen.

Gegen den angriffsmutigen Tabellenzwölften fand die SG überhaupt nicht ins Spiel. Die Gäste standen konsequent eng am Gegenspieler und provozierten dadurch das verunsicherte Kober-Team zu zahlreichen Patzern. Albert Große-Ophoff wäre nach einer unpräzisen Torwart-Rückgabe beinahe die frühe Führung geglückt (10.). Das schnelle Umschaltspiel des SV stellte die Defensive der Hasselaner immer wieder vor Probleme, etwa als Lukas Kleine-Bley allein vor Schlussmann Christian Nellen auftauchte und beim Abschluss nur knapp verzog (27.).

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Die SG-Offensive mit Kingsley Annointing und Fanfanding Jamada Dibba konnte sich nur selten in Szene setzen, auch weil ein genaues Anspiel kaum gelang. Die Gäste-Spieler Selcuk Aslangiray (36.) und Patrick Frymuth (41.) hingegen zeigten sich hinsichtlich Torerfolg effektiver und sorgten für Lohausens Vorsprung. Immerhin war bei der SG mit Wiederanpfiff ein Aufbäumen gegen die erneute Niederlage zu erkennen. Durch energisches Nachsetzen und mit schnellem Abspiel eroberten sich die Hasselaner endlich Dominanz. Nach einer Hereingabe von Sascha Hofrath war es Kapitän Niklas Leven, der das Leder aus 18 Metern zum verdienten Anschluss versenkte (55.), ehe Fanfanding Jamada Dibba - nach einer Volleyabnahme von Hofrath - den abgewehrten Ball sogar zum Ausgleich verwertete (60.).

Dass die Gäste in der Folgezeit gegen die immer präsenter wirkenden Hausherren doch wieder die Oberhand gewannen, ist wohl vor allem auf die Unerfahrenheit des Liganeulings zurückzuführen, wie es Kober nach Spielende einräumte. Ausgerechnet in einer Phase, als sich die SG besonders in Zweikämpfen überlegener zeigte, glückte Lohausen die erneute Führung. Bei einem Gegenstoß stolperte Sebastian Stärk das Leder über die Linie (72.), als sich die SG-Abwehr völlig unsortiert zeigte. Ein höchst überflüssiger Gegentreffer.

Irgendwie will es dem Aufsteiger nicht gelingen, den erkennbaren Einsatzwillen und die vorhandene Spielstärke in erfolgreiche Resultate umzumünzen. Geduld wird in Hassels vonnöten sein.

(hel)
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