Grüne Gemeinde in Düsseldorf : Die Hasseler Gemeinde eröffnet eigenen Bücherschrank

Hinter der Antonius-Kirche können Bücher abgegeben und genommen werden. Die Umweltgruppe der Gemeinde kümmert sich um den Bücherschrank und entfernt unangebrachte Titel. Ziel ist mehr Nachhaltigkeit im Gemeindeleben.

Die Gemeinde St. Antonius und Elisabeth hat es sich zum Ziel gesetzt, eine „grüne Gemeinde“ zu werden. Auf dem Weg dahin gibt es zahlreiche große und kleine Projekte, so wurde etwa ein öffentliches Gemüsebeet eingerichtet, das seit neuestem mit Regenwasser gegossen wird, und eine Solaranlage auf dem Kirchendach wird geprüft.

Um mehr zur Nachhaltigkeit beizutragen, haben die Mitglieder der gemeindeinternen Umweltgruppe nun einen Bücherschrank in Betrieb genommen. Dieser steht etwas abseits der Straße Am Schönenkamp, hinter der Antonius-Kirche, ist aber öffentlich zugänglich. „Die Lage ermöglicht es Interessierten, ihn zu erreichen, verhindert aber hoffentlich auch, dass der Bücherschrank beschädigt oder beschmutzt wird“, sagt Virginia Titz von der Umweltgruppe, die zu den Initiatoren des Bücherschrankes gehört.

Das Prinzip ist einfach und inzwischen weitestgehend etabliert: Jeder darf sich an dem offenen Schrank bedienen, Bücher nehmen oder ausgelesene Werke für andere dort hineinstellen. Die Erstbestückung wurde durch eine Sammlung in der Gemeinde und dem angrenzenden Kindergarten ermöglicht, und bereits in der ersten Woche seit Aufstellen des Schranks ist eine deutliche Fluktuation zu sehen.

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Ein Schild bittet alle Nutzer, höchstens fünf Bücher zu nehmen oder zu bringen; das unterste Fach ist für Kinderbücher reserviert – und wird gut angenommen, da der Kindergarten nur wenige Meter entfernt ist. „Wir übernehmen eine gewisse Moderation“, sagt Titz von der Umweltgruppe. Deren Mitglieder schauen täglich nach dem Schrank, um eventuell unangebrachte Bücher zu entfernen. Außerdem wird der Schrank bei Bedarf aufgefüllt, denn viele Gemeindemitglieder haben sehr große Spenden getätigt, die inzwischen in Kartons eingelagert sind.

Die Konstruktion aus Metall, Glas und Holz wurde von Philipp Mikikis, Betreiber einer Fahrradwerkstatt aus Kleinenbroich, übernommen. Finanziert wurde der Bücherschrank neben einer Sammlung in der Gemeinde auch vom Umweltamt, das 400 Euro zugesagt hat, sowie von der Bezirksvertretung 9 mit 850 Euro.

„Die Idee zum Bücherschrank hatten wir schon vor Corona, die Umsetzung hat sich dann leider verzögert“, sagt Titz. „Wir von der Umweltgruppe sind jedoch froh, mit diesem Projekt einen weiteren Schritt in Richtung einer nachhaltigen Ausrichtung unserer Gemeinde getan zu haben.“