Landessieger-Ausstellung in Düsseldorf Mehr als 200 Dackel machen in Hassels eine gute Figur

Düsseldorf · Auf dem Vereinsgelände der Ortsgruppe Düsseldorf des Deutschen Teckelklubs trafen sich rund 250 Dackelfreunde- und freundinnen aus Deutschland und dem nahen Ausland. Die Vierbeiner traten in Schau-Klassen an.

Die Dackel Kleiner König Kalle Wirsch (5) und Nele Amelie (3) aus Remagen waren beim Wettbewerb in Hassels erfolgreich.   Foto: Olaf Döring

Die Dackel Kleiner König Kalle Wirsch (5) und Nele Amelie (3) aus Remagen waren beim Wettbewerb in Hassels erfolgreich. Foto: Olaf Döring

Foto: Döring, Olaf (od)

Für Kleiner König Kalle Wirsch reichte es zum Vizetitel in der Klasse „Langhaar Zwerg“. Dabei hat der Dackel-Rüde eine prima Figur gemacht. Und Herrchen Andreas Gasper nimmt den zweiten Platz etwas einsilbig hin. Der fünfjährige Dackel ist immerhin schon international prämiert.

Und hier bei der Landessieger-Ausstellung 2023 des Landesverbandes Rheinland des Deutschen Teckelklubs (DTK) hatte sich der Remagener eigentlich etwas mehr ausgerechnet. Seine Frau Barbara hatte „KK“, so der kurze Rufname des Rüden, in dem umzäunten Viereck zusammen mit anderen Bewerbern geführt. Ein Richter bewertete dabei die Hunde und entschied sich für einen anderen als Sieger. „Besser als nichts“, sagte Barbara Gasper aber hinterher entspannt.

Auf dem Vereinsgelände der Ortsgruppe Düsseldorf des DTK in Hassels hatten sich am Sonntag rund 250 Dackelfreunde- und freundinnen aus Deutschland und dem nahen Ausland getroffen – und insgesamt 214 Vierbeiner mitgebracht. In über 40 Kategorien gingen die Hunde an den Start, die Langhaardackel und die mit kurzem sowie mit dem rauen Fell. Dazu in verschiedenen Größen, die Standards, die Zwerg-Dackel und die Kleinsten, die Kaninchen.

„Entscheidend ist nicht allein die tatsächliche Größe, sondern bei Dackeln der Brustumfang“, informierte Jan Tornow, Vorsitzender der Düsseldorfer Ortsgruppe. Die hatte in den vergangenen Tagen das Gelände vorbereitet, Stände und Zelte aufgebaut, die Führgelände umzäunt, die Richtertische vorbereitet. Auf denen wurden die Hunde nun einzeln bewertet, der Körperbau, die Haltung, die Rückenlinie.

Der Hund von Gastgeber Jan Tornow war allerdings nicht dabei. Sein „Knöpfchen“ sei für den Wettbewerb nicht ganz so gut gebaut, die Zähne nicht ganz so gerade wie sie sein sollten. Das mache aber nichts. Erfolgreich lief es aber weiter bei den Gaspers aus Remagen. Die zwei Jahre jüngere Schwester von Rüde „KK“, Nele Amelie, die auch schon große Titel errungen hatte, konnte hier einen dritten Platz gewinnen.

Und bei der Augenuntersuchung, die bei solchen Schauen stets angeboten werten, sei alles bestens gewesen. Andreas Gasper ist am Ende sehr zufrieden. Die Gesundheit der Hunde und das Tierwohl stehe ganz oben, betont Ina Pawlak, Obfrau beim Landesverband Rheinland des DTK.

Für Nele Amelie und Kleiner König Kalle Wirsch war die Schau auch ein Wiedersehen mit ihrer Mutter Amelie. Die mittlerweile elfjährige Hündin lebt seit anderthalb Jahren bei Jan-Michael und Patrizia Darstein. Für das Paar aus Bilk ist Amelie eine echte Bereicherung. So kämen sie regelmäßig vor die Tür. Amelie hat insgesamt 14 Welpen zur Welt gebracht. Aber, so sagt Andreas Gasper, sie könne nicht mehr erkennen, dass Nele Amelie und „KK“ mal in ihrem Körbchen lagen.

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Foto: Olaf Oidtmann

Eine weitere Schau-Klasse ist die der Veteranen, für jene schon etwas älteren Vierbeiner. Daran hätte eben auch die an der Schnauze schon leicht ergraute Amelie teilnehmen können. Allerdings ging der Titel für den schönsten Hund der gesamten Schau an eine ganz junge Hündin. Desperate Daisy vom Brendelstein heißt sie, ein Kurzhaardackel und ein Zwerg. Sie ist gerade einmal ein Jahr alt und war zusammen mit ihren Besitzern aus dem rheinland-pfälzischen Schöneck nach Düsseldorf gereist. Und auf der Rückfahrt hatten die nicht nun nur einen weiteren Pokal im Gepäck, sondern als weiteren Ehrenpreis auch noch 25 Kilo Trockenfutter.