Düsseldorfer Sportausschuss besucht sanierungsbedürftige Anlage der SG Benrath Hassels

Ortstermin in Düsseldorf Hassels : Politiker besuchen SG-Sportanlage

Inzwischen wächst auf der Anlage der SG Benrath-Hassels das Unkraut. Von diesem Zustand können sich jetzt die Mitglieder des Sportausschusses überzeugen. Der Verein drängt schon seit Langem auf eine baldige Sanierung.

Ackerschachtelhalme, Gräser, Wildblumen und Unkraut haben die Macht übernommen. Sie wachsen und gedeihen auf der Anlage der SG Benrath-Hassels, sodass eigentlich kaum noch erkennbar ist, was auf dem Gelände eigentlich einmal war: ein Fußballplatz und eine Tribüne. Von diesem trostlosen Bild können sich heute Abend die Mitglieder des Sportausschusses überzeugen, die eine Tour durch die Stadt machen und sich Sportplätze anschauen.

Schon jetzt steht fest, dass der Platz Am Wald der schlechteste weit und breit ist und dringend neu gebaut werden muss. Dazu bedarf es keiner Diskussion, weil die Unbespielbarkeit schon lange besteht und dem Verein ebenso lange versprochen wurde, die Bezirkssportanlage zu sanieren.

Zum x-ten Mal beschäftigte sich jetzt die zuständige Bezirksvertretung (BV) 9 mit dem Thema. Die Verwaltung hat wieder einmal eine Vorlage erstellt, und dabei festgestellt, dass es sich um eine „ehemalige Wettkampfanlage“ handelt.

Denn passiert ist nichts, seit die damalige Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch im April 2016 versprochen hatte, dass die SG den Platz vollständig neu gemacht bekommt, sobald die dortige Flüchtlingsunterkunft abgebaut sind Die Zelte sind seit knapp zwei Jahren weg und das Unkraut wächst unaufhaltsam. Dabei hat die Sanierung des Ascheplatzes schon vorher als obere Priorität im Masterplan Sport gestanden. Seitdem gab es immer wieder Verwirrung über den Zeitplan der Sanierung.

In der jüngsten BV-Sitzung hatte die Verwaltung erklärt, dass im September eine neue Vorlage fertig werden soll, die dann die Kostenberechnungen sowohl für einen Kunstrasenplatz mit Korkgranulat als auch für einen Naturrasenplatz beinhaltet. „Der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss ist nach Fertigstellung der Planung und verwaltungsinterner Planung voraussichtlich im September vorgesehen“, heißt es von der Stadt schriftlich.

Dann soll der sogenannte erste Bauabschnitt, sprich der Bau des Großspielfeldes inklusive Zäune, Weg und Beleuchtung, erfolgen. Wann das allerdings genau ist, da legt sich die Verwaltung ebenso wenig fest wie bei den Zeitangaben für den zweiten Bauabschnitt, der „unmittelbar“ danach erfolgen soll. Immerhin meint die Stadt, dass dies im dritten oder vierten Quartal 2020 passieren könnte.

Dirk Angerhausen, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BV 9 bleibt skeptisch. „Wir sind immer wieder vertröstet worden; aber jetzt hat die Verwaltung ja ihren Willen durchgesetzt und sich an ihren vorgeschlagenen Zeitplan gehalten, gegen den wir immer wieder Widerspruch geleistet haben.“ Er ist überzeugt, dass spätestens zur Kommunalwahl der Fußballplatz fertiggestellt ist. Das wäre im Herbst 2020.

Wann die restlichen Flächen mit Laufbahn, Beachvolleyball- und Basketballfeld sowie Wegen und Platzflächen vor den Umkleidekabinen fertiggestellt werden, das ist für Angerhausen fraglich: „Das glaube ich erst, wenn die Arbeiten begonnen haben.“

Ähnlich sieht es SG-Vorsitzender Wolfgang Monski: „Uns ist schon so viel versprochen worden“, sagt er. Jetzt sollen sich die Mitglieder des Sportausschusses ein Bild von der verwilderten Anlage machen. Denn die müssen im September beraten, bevor der Rat abstimmt. Dort hatten im Dezember die Grünen bereits für eine weitere Verzögerung gesorgt, weil sie Rasen statt Kunstrasen wollten und die Ampel, also SPD und FDP, mitstimmten. Bleibt abzuwarten, wie die Grünen sich dieses Mal entscheiden werden.

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