Düsseldorf: Tchoukball-Teams sahnen bei Deutscher Meisterschaft ab

Turnerbund in Düsseldorf-Hassels : Tchoukball-Teams sahnen bei Deutscher Meisterschaft ab

Die Tchoukballer vom TB Hassels feiern ihren bislang größten Erfolg. Beim 10. Deutschen Meisterschaftsturnier in Erfurt errang das Juniorenteam überraschend den Titel.

Auch die TBH-Senioren hatten allen Grund zum Jubeln. Nach einer knappen Finalniederlage gegen den Serien-Titelträger TuS Oeckinghausen grüßen die Hasselaner als Vize-Meister. „Das ist die Krönung für sechs Jahre harte Vereinsarbeit“, zeigt sich Tchoukball-Abteilungsleiterin Sylvia Zoch überglücklich.

Dabei sah es zu Turnierbeginn für den TBH-Nachwuchs keineswegs nach einem Titelgewinn aus. „Wir haben eine erschreckend schwache Vorrunde gespielt“, räumte Trainer Alex Zoch ein. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, lautete der Schwur – vor allem für die drei 15-jährigen Leistungsträger Julius Wagner, Leon Schröder und Ramain Breuer, denen sich altersbedingt zum letzten Mal die Möglichkeit bot, als Junior ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Im Halbfinale glückte ein 25:24-Sieg gegen Titelverteidiger ASC Weimar. Im Finale setzen sich die Düsseldorfer mit 26:22 gegen SG Urbich durch. Besonders für Carlo Wagner (10) dürfte das Titel-Erlebnis unvergesslich bleiben. Der Jüngste im Team bekam als Geburtstagskind einen Einsatz im Halbfinale geschenkt und stand dank einer Top-Leistung auch im Finalaufgebot. „Aufgrund der altersbedingten Abgänge stehen unsere Junioren jetzt vor einem Umbruch“, sagt Sylvia Zoch. Die Zukunft könnte etwa Holly Langegger (11) gehören, die in Erfurt nur wenige Einsätze hatte, aber sich als echte Teamspielerin präsentierte.

Mit einem zehnköpfigen Kader waren die Senioren zur DM gereist. Angeschlagen gingen die Spieler Alex Zoch und Mauro van Noppen sowie Kevin Matuschek an den Start. In der Vorrunde zeigten sich die Hasselaner dennoch der Konkurrenz vom SG Urbach, Remscheid und Weimar II überlegen. Nach einer Niederlage gegen den Favoriten Weimar I war die Enttäuschung riesengroß. Dieses Prestige-Duell hatten die Hasselaner unbedingt gewinnen wollen. Im Halbfinale klappte es schließlich, als sich für den TBH eine Revanche-Chance bot. 47:38 hatten die Düsseldorfer diesmal die Nase vorn.

„Im Finale gegen Oeckinghausen hat sich der Kräfteverschleiß bemerkbar gemacht“, resümierte Sylvia Zoch, die ihren TB Hassels in Sachen Tchoukball als Deutschlands zweitgrößten Verein bestens aufgestellt sieht. Anerkennung zollt auch die Sportstadt Düsseldorf. Für den ersten Deutschen Tchoukball-Cup, den die Hasselaner im September ausrichten, hat OB Thomas Geisel die Schirmherrschaft übernommen.