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Düsseldorf-Hassels: Weiterer P&R-Parkplatz in der Landeshauptstadt

Stadt Düsseldorf plant weitere Park-and-Ride-Parkplätze : Neuer P&R-Parkplatz an der Further Straße

Die Fläche an der Further Straße ist aktuell vom Gartenamt noch an den Stadtverband der Kleingärtner verpachtet. Die Stadt verhandelt gerade über die Neunutzung einer Teilfläche. In der Nähe halten die Buslinien 730 und 785. Eine Anbindung an die Metrobuslinie M1 wird geprüft.

Um ein Dieselfahrverbot von der Stadt abzuwenden und zudem dafür zu sorgen, dass der ÖPNV in der Landeshauptstadt stärker genutzt wird, will die Verwaltung an vielen Eckpunkten der Stadt neue Park-and-Ride-Parkplätze einrichten. Dafür wurde eine kommunale, interdisziplinäre Arbeitsgruppe sowie mehrere stadtübergreifende Arbeitskreise eingerichtet.

Während die Fläche an der Ickerswarder Straße/Münchener Straße jedoch nach wie vor kaum genutzt wird, ist das Amt für Verkehrsmanagement dabei, die Voraussetzungen für weitere Flächen zu schaffen. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss hatte am 26. Februar der Umsetzung des P&R-Platzes Further Straße/Am Schönenkamp bereits zugestimmt. Den Mitgliedern der zuständigen Bezirksvertretung 9 hatte die Verwaltung Mitte Juni den aktuellen Stand der Maßnahme mitgeteilt. Vor allem für Einpendler aus Hilden und aus Richtung der A46 Fahrtrichtung Süd wäre der Parkplatz gut zu erreichen. Dort kann man derzeit allerdings auch nur in zwei Buslinien umsteigen: 730 und 785.

In der Sitzung der BV 9 verwies der Fraktionssprecher der CDU, Dirk Angerhausen, allerdings auf ein Manko: Wer von Benrath kommend auf der Straße Am Schönenkamp stadteinwärts fährt, darf an der großen Kreuzung nicht nach links auf die Further Straße abbiegen. Die Einrichtung einer eigenen Linksabbiegerspur wäre an der unfallträchtigen Kreuzung nicht machbar.

Aktuell ist die Verwaltung noch in der Abstimmung mit den momentanen Pächtern der Fläche. Gespräche fänden statt, um im engen Austausch die benötigte Zustimmung des Stadtverbandes Düsseldorf der Kleingärtner zu erzielen, heißt es in der Vorlage für die Politik. Die Fläche ist vom Gartenamt an den Kleingärtner-Verband unbefristet verpachtet.

Der derzeitige Planungsstand sieht vor, die vorhandene Parkplatzfläche mittels einer mechanischen Schrankenanlage zu trennen wird, so dass sowohl dem Kleingarten- und dem Hundeverein, als auch zukünftigen Nutzern des Park&Ride-Platzes Parkraum zur Verfügung gestellt wird. Sollte mittel- bis langfristig eine starke Auslastung festgestellt werden, könne der vorhandene Parkplatz vollständig als Park&Ride-Platz ausgewiesen werden, so die Verwaltung. Aktuell sollen für Pendler rund 130 Stellplätze ausgewiesen werden.

Für den Fall, dass diese Fläche schnell belegt ist, plant die Stadt, den beiden anliegenden Vereinen (Kleingarten- und Hundeverein) dort einen neuen, eigenen Parkplatz hinzuzubauen, wo übergangsweise eine Flüchtlingsunterkunft gestanden hat. Dieser soll so hergestellt werden, dass die Nutzung langfristig erfolgen kann. Die bestehenden Grünwegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer und der Baumbestand sollen erhalten bleiben.

Damit die Wege zum ÖPNV-Anschluss kürzer als jetzt werden, soll die Haltestelle Am Schönenkamp in Fahrtrichtung Norden von der Straße Am Schönenkamp auf die Further Straße verlegt werden. Somit ist laut Stadt die Erreichbarkeit vom neuen Park&Ride-Platz noch besser und liegt dann auch näher zum angrenzenden Wohngebiet. Die Buslinie 730 verkehrt aktuell im Zehn-Minuten-Takt. Die Buslinie 785 fährt im 20-Minuten-Takt über die Umweltspur ins Zentrum. Eine zusätzliche Aufnahmekapazität der Linie 785 für weitere Fahrgäste wird laut Verwaltung geprüft. Eine Taktverdichtung oder ein Ausweiten des ÖPNV-Angebote seien derzeit schwer möglich, da erforderliche Bus- und Personalressourcen aktuell nicht vorhanden seien, schreibt die Verwaltung in der Vorlage. Allerdings ist in Prüfung, zusätzlich die Metrobuslinie M1 an der Haltestelle Am Schönenkamp – zumindest in den Hauptverkehrszeiten der Park&Ride-Nutzung – halten zu lassen.