Düsseldorf-Hassels: Pfarrhaus wird nicht verkauft

Düsseldorf-Hassels : Pfarrhaus wird nicht verkauft

Das Presbyterium der evangelischen Gemeinde hat entschieden, dass das Gebäude in Hassels zukünftig wieder als Wohnhaus genutzt werden soll.

Das alte Pfarrhaus der Anbetungskirche soll wieder als Wohnhaus genutzt werden. Das hat das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Benrath entschieden. „Es hat verschiedene Überlegungen gegeben. Ein Verkauf steht nicht an“, widerspricht Pfarrer Florian Specht, Vorsitzender des Presbyteriums, entsprechenden Gerüchten. Vielmehr habe das Gremium nun beschlossen, dass das Haus im Besitz der Gemeinde bleiben soll. „Es ist ein schönes Haus in attraktiver Lage“, sagt Specht. Auswärtige Interessenten würden bei einer Vermietung nicht zum Zuge kommen, daher wird die Immobilie auch nicht auf dem freien Wohnungsmarkt inseriert, erklärt er. Vielmehr solle innerhalb der nächsten Wochen geklärt werden, wie die Räume zum Wohnen von der Gemeinde genutzt werden können.

Das Haus an der Hasselsstraße war 1955 gebaut worden, neben dem Eingang des Kindergartens und an der Rückseite des Gemeindesaals gelegen. Insofern ist das Gebäude eng eingebunden in die Pfarrgemeinde. Der erste Bewohner Pastor Bach war Vater von sechs Kindern. Das Haus war daher mit vier Schlafzimmern ausgestattet worden. Dazu gehört eine komplette Unterkellerung mit separatem Eingang.

Seit über einem Jahr hatte das alte Pfarrhaus bereits leer gestanden. Für die Zwischennutzung hatte eine kleine Galerie dort immer wieder Ausstellungen organisiert. Sie war durch eine Selbsthilfegruppe der Diakonie entstanden. Bei der ersten Vernissage wurde bereits ein Großteil der Bilder verkauft, ein Teil des Erlöses ging an die Gemeinde, ein anderer Teil kam der Selbsthilfegruppe zugute. Im Alten Pfarrhaus waren unter anderem Werke von Immendorf-Schüler Joseph Sracic und der Frauenrechtlerin und Malerin Mariana Sellanes zu sehen.

Wegen der Fortführung der Ausstellungen habe er bereits einige Gespräche geführt, sagt Jörgen Mainz, der die kleine Galerie vor einem Jahr gegründet hatte. Er möchte im Frühjahr das Projekt wieder aufnehmen.