Düsseldorf-Hassels: Im Alter fit von Kopf bis Fuß

Kooperation zwischen der SG Benrath-Hassels und den Antonius-Altenheim : Im Alter fit von Kopf bis Fuß

Eine Zusammenarbeit zwischen der SG Benrath-Hassels und dem St.-Antonius-Altenheim in Hassels hat zum Ziel, ältere Menschen vor Ort in Schwung zu halten. Weitere Angebote sind geplant, wie beispielsweise ein Tanztreff.

„Bauch einziehen und die Knie fest gegen den Ball pressen“, lautet das Kommando von Übungsleiterin Marion Hayen – und im Bewegungsraum des St.-Antonius-Altenheims machen alle 13 Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 60 und 80 Jahren munter mit. Anschließend heißt es: „Linker Arm und rechtes Bein strecken!“ Diese Übung erweist sich als anspruchsvoll, und nicht jedem gelingt die Koordination auf Anhieb. „Jeder bewegt sich so gut, wie er kann“, betont Marion Hayen, die in dem Altenheim in Hassels für den sozialen Dienst zuständig ist und dort die Bewohner – aber auch ältere Menschen aus dem Stadtteil – durch ihr Bewegungsangebot „von Kopf bis Fuß“ fit halten will.

Dieser Bewegungskursus, den Marion Hayen zweimal wöchentlich in den Räumen des Altenheims Am Schönenkamp 149 anbietet und für den sie eine spezielle Schulung durch den Landessportbund (LSB) im Rahmen des Projekts „Bewegt älter werden im Wohnquartier“ erhalten hat, findet in Kooperation mit der SG Benrath-Hassels statt. Dort koordiniert Marion Hayen zudem ehrenamtlich die Abteilung Gesundheits- und Seniorensport. „Wir sind bundesweit der erste Verein, der für dieses kooperative Sportangebot vom LSB mit einer Urkunde zertifiziert worden ist“, berichtet der SG-Vorsitzende Wolfgang Monski nicht ohne Stolz.

Diese Zusammenarbeit zwischen Sportverein und St.-Antonius-Altenheim hat zum Ziel, ältere Menschen, die das Bewegungsangebot in den Sportstätten der Vereine nicht mehr nutzen können, direkt vor Ort in Schwung zu halten und – neben dem Bewegungsspaß – ein fröhliches Miteinander zu ermöglichen. „Körperliche Gesunderhaltung und soziale Kontakte garantieren Lebensqualität“, unterstreicht Marion Hayen.

Für die 79-jährige Irmgard Knoll, die in naher Umgebung des Altenheims noch immer eigenständig wohnt, ist das Angebot ein Glücksfall. „Als Diabetikerin ist Bewegung ganz wichtig für mich“, erklärt sie. Sport hat für die ehemalige Postbeamtin immer einen hohen Stellenwert gehabt. Mit den einstigen Handballerinnen von Turu Holthausen trifft sie sich in geselliger Runde heute noch.

Einen engen Kontakt zum St.-Antonius-Altenheim pflegt Irmgard Knoll auch über ihre Teilnahme am Bewegungskursus hinaus und besucht beispielsweise gern das Sommerfest. „Wenn ich in meiner Wohnung nicht mehr allein zurechtkomme, ziehe ich um ins Altenheim“, lautet ihre Lebensplanung. Angemeldet ist sie bereits.

Zu dem Bewegungsprogramm, das Marion Hayen gemeinsam mit Betreuerin Sandra Kordysch durchführt, gehören als Sturzprophylaxe Balance-Übungen auf einem rutschfesten Teppich, dem „G-Weg“. Mit Erfolg! „Bei uns im Haus verzeichnen wir inzwischen 50 Prozent weniger Stürze“, berichtet Marion Hayen, die sehnlichst auf eine Ausweitung ihres Kursangebots hofft. Gemeinsam mit der Sporthochschule Köln soll ein Bewegungsparcours im Garten des Altenheims entwickelt werden. Und auf dem SG-Gelände Am Wald will der Verein einen Tanztreff in den Räumen von „Hassels Fit“ organisieren.